Gleichzeitig bietet das Gebiet rund um den Turm nach wie vor den alten Charme dieser Stadt im Umbruch. Es gibt viele Cafés, Restaurants und GrilI-Imbisse und noch mehr Geschichte. Es gibt die aschkenasische Synagoge, die Helbig Apartments aus dem Jahre 1895 für Levantiner und andere nicht-muslimische Familien und als Filmkulisse begehrt, die skulptural wirkende Camondo Treppe (erbaut um 1880) und kleine, feine Brunnen, die man beinah übersehen könnte, obwohl sie Einflüsse des Wiener Secessionsstils haben, wie der Laleli-Brunnen von Raimondo D’Arconco in der Laleli Cesme Sokak.
Vor allem aber fühlt sich das Galataviertel wie das Zentrum dieser in alle Himmelsrichtungen wachsenden Stadt. Von hier blickt man auf die drei Gewässer Bosporus, das Goldene Horn und das Marmara Meer. Von hier, der europäischen Seite, sieht man das Leuchten Asiens auf der anderen Seite. Von hier und insbesondere nachts könnte man sich in diese Stadt verlieben, auf alle Fälle in das Galataviertel mit seinen Magielichtern.

Lichtbosporus.  Der nächtlich-leuchtende Bosporus
Lichtbosporus Der nächtlich-leuchtende Bosporus © Jan Dimog
Lichtstreifen.  Flugzeuge im Landeanflug über dem nächtlichen Galataviertel.
Lichtstreifen Flugzeuge im Landeanflug über dem nächtlichen Galataviertel. © Jan Dimog
Turmlichter.  Der nachts von Vögeln umschwirrte Galataturm.
Turmlichter Der nachts von Vögeln umschwirrte Galataturm. © Jan Dimog

Mein Lesetipp: was diese außergewöhnlichen Aussichten mit Manzara Istanbul zu tun haben, können Sie in dem Artikel über Mahallepunktur nachlesen.

Von Jan Dimog Autor, Redakteur und (Foto)Journalist, veröffentlicht am .