Im Januar 2016 haben wir über das expandierende Kunstquartier von Dubai berichtet. Unser Bericht Avantgarde Alserkal

Rau, funkelnd, dunkel. Durch seine glitzernde Spritzbetonhülle hebt sich der OMA-Bau klar von den übrigen metallenen Hüllen des Quartiers ab.
Rau, funkelnd, dunkel Durch seine glitzernde Spritzbetonhülle hebt sich der OMA-Bau klar von den übrigen metallenen Hüllen des Quartiers ab. © OMA
Verdreht und verschoben. Vier verschiebbare und drehbare Wände bestimmen den flexiblen Grundriss.
Verdreht und verschoben Vier verschiebbare und drehbare Wände bestimmen den flexiblen Grundriss. © OMA
Ein- und Ausblicke. Große transparente Schiebetüren vermitteln im Eingangsbereich zwischen dem Innen- und Außenraum.
Ein- und Ausblicke Große transparente Schiebetüren vermitteln im Eingangsbereich zwischen dem Innen- und Außenraum. © OMA
Flexible Raumspiele. Der Schnitt durch das Modell zeigt die verschiedenen Ausstellungsbereiche mit den 8,10m hohen Decken im Erdgeschoss und weiteren Flächen im Untergeschoss.
Flexible Raumspiele Der Schnitt durch das Modell zeigt die verschiedenen Ausstellungsbereiche mit den 8,10m hohen Decken im Erdgeschoss und weiteren Flächen im Untergeschoss. © OMA

Spritzbeton, Schiebetüren, Flexibilität und Komplexität: das sind die Merkmale des OMA-Baus im Kunst- und Galerieviertel Alserkal Avenue. Damit passt sich die 1000 Quadratmeter-Erweiterung nicht nur in den Industrielook des Gewerbegebiets Al Quoz ein, sondern auch in das vielfältige und vielgesichtige Galeriequartier. Vor knapp 10 Jahren vom Unternehmer und Mäzenen Abdelmonem Bin Eisa Alserkal initiiert, hat sich das Areal mit zwei Dutzend Galerien und Studios zu einer regional und international etablierten Kunstinstitution entwickelt. Bei unseren Recherchereisen in den vergangenen Jahren zu den Themen Architektur, Stadtkultur und Design waren wir über diesen Kulturraum überrascht. Er kommt so unvermutet daher wie das unprätentiöse, geradezu bescheidene Auftreten. Fokus: Kunst. Der einzige Dubai-Indikator: die Quantität der SUVs und Edelkarossen und die auf den Punkt gestalteten Innenräume der Werkstätten und Ausstellungsräume. Insofern fügt sich die Vielschichtigkeit des OMA-Baus in einen bereits bestehenden und funktionierenden Kontext und ist zugleich ein eigenwilliger Glas-Beton-Kontrast zur jetzigen Lagerhallen-Ästhetik. Hinzu kommt die glitzernde Spritzbetonhülle: Kultur in einer Glanzschatulle. Das Mehrzweckgebäude soll Ausstellungen, Modeschauen und Vorträge beherbergen. Um diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, arbeitet das Team rund um Iyad Alsaka von OMA mit einem flexiblen Grundriss mit vier über 8 m hohen, beweglichen Wänden, die sich drehen und schieben lassen. Die Architekten sprechen dabei von "Kontinuität zwischen dem Außen- und Innenraum", der sich zum öffentlichen Raum öffne. Im Herbst 2016 will man das Kontrastgebäude fertiggestellt haben.

Unsere Link-Empfehlungen mit weiteren Informationen:

Alserkal Avenue

Office for Metropolitan Architecture (OMA)

Von Jan Dimog Autor, Blogger und Journalist, veröffentlicht am .