"Café Achteck" Po-etische Bezeichnung der Berliner für öffentliche Bedürfnisanstalten. © Hendrik Bohle

Grün lackiert, reichlich verziert und mit acht Ecken versehen, findet man an der Spree noch so einige der historischen öffentlichen Bedürfnissanstalten. Von den Berlinern launig Café Achteck genannt. Meistens wird hier allerdings nicht mehr gepinkelt. Heute kommen Bio-Burger und Gemüse-Döner aufs Tablett. Dass die sachlicheren Nachfahren der gußeisernen Pissoirs aus den 1950er- und 1960er-Jahren charmant sein können, beweist unser Schnappschuss am Schäfersee in Reinickendorf.
Kurios: Der Bau wurde 1955 als ein Gemeinschaftsprojekt der Bewag (Berliner Städtische Elektrizitätswerke Akt.-Ges.) und der Stadtreinigung errichtet. Er besteht aus einer Netzstation der ehemaligen Elektrizitätswerke, einer öffentlichen Toilette und einem Kiosk, der heute leider nicht mehr in Betrieb ist.

Von Hendrik Bohle Architekt, Autor und Stadtforscher, veröffentlicht am .