Von Hakan Dağıstanlı

Schloss Saabor. Errichtet 1683. Unter anderem Residenz der Kaiserin Hermine nach ihrer Ehe mit Kaiser Wilhelm II., heute als Waisenhaus genutzt.
Schloss Saabor Errichtet 1683. Unter anderem Residenz der Kaiserin Hermine nach ihrer Ehe mit Kaiser Wilhelm II., heute als Waisenhaus genutzt. © Hakan Dağıstanlı

Der von Polen ab 1989 maßgeblich verursachte Zerfall des Sowjetimperiums brachte für die Menschen unseres Nachbarlandes zwar die Freiheit aber aufgrund des Wegfallens traditioneller Märkte und ganzer Wirtschaftsbereiche sowie fehlender sozialer Netze auch bittere Armut. Spätestens seit dem EU-Beitritt 2004 und einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik knüpft Polen wieder an seine goldenen Zeiten an und erlebt in enger Partnerschaft mit Deutschland als Wirtschaftslokomotive nicht nur Polens sondern des gesamten ostmitteleuropäischen Raumes ein Wirtschaftswunder, das bis heute anhält. Sichtbar ist der Aufschwung auch in seiner wachsenden touristischen Anziehungskraft durch sanierte Altstädte, insbesondere seiner Kurorte. Die Touristenmagneten allen voran Krakau, Danzig und Breslau haben wieder zu ihrem ehrwürdigen Glanz gefunden und bestechen durch fachkundig restaurierte sowie historisch verwachsene Schlosshotels und Nobelherbergen und offenbaren dabei die Region vor unseren Türen nicht nur als erlebnisreiche Urlaubsorte sondern verleihen ihr auch den einstigen Hauch, den sie bereits zu Kaiserszeiten inne hatte: Schlesien ist und bleibt ein Sehnsuchtsort.

Von Gastautor veröffentlicht am .