300.000 Blumenzwiebeln, 35.000 Stauden, 6.000 Rosen und 1.500 Eichen, Kiefern und Birken wurden auf der internationalen Gartenbauausstellung (IGA) gepflanzt. Das Gartenfestival wird an 186 Ausstellungstagen auf rund 100 Hektar präsentiert. Der Eintritt kostet für Erwachsene 20 Euro, das um die 2 Millionen Besucher*innen zahlen sollen.
Daten und Fakten können in einer geballten Form beeindrucken, faszinieren, strahlen. Da die IGA eine internationale Leistungsschau des Garten- und Landschaftsbaus und seiner Fachverbände ist, sollen die Ziffern und Zahlen genau das tun. Wie bei Expos auch geht es hier viel um Potentiale und Produkte, um Stärke und Schöpfungen. IGAs zeigen Gartenkultur, Landschaftsbau, Pflanzenzucht, Gartengeräte und Gartenmöbel – und Landschaftsarchitektur. Letzterem widmen wir uns in unserem fotografischen Rundgang.

Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf. Der Entwurf des Gebäudes stammt von Günter+Finkbeiner Gesellschaft von Architekten mbH. Die Fassade ist das markanteste Merkmal des bezirklichen Informationszentrums. Sie interpretiert das expressive Gestaltungsprinzip der Beton-Formsteinwände vieler Bauten der DDR-Architektur.
Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf Der Entwurf des Gebäudes stammt von Günter+Finkbeiner Gesellschaft von Architekten mbH. Die Fassade ist das markanteste Merkmal des bezirklichen Informationszentrums. Sie interpretiert das expressive Gestaltungsprinzip der Beton-Formsteinwände vieler Bauten der DDR-Architektur. © Hendrik Bohle
Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf. Die in Beton gegossenen Formsteine wurden in ihrer Zusammensetzung und dem Aussehen variiert und kombiniert und ergaben so die charakteristische Mustervielfalt. Die Architekten des Informationszentrums übertrugen dieses Prinzip es in eine zeitgemäße Gestaltung. Teile der Fassade sind nach außen geschlossen und schirmen es auf diese Weise von der östlich gelegenen Hellersdorfer Straße ab. Die Nordwest-Seite hingegen zeigt großflächige Fensterfronten. Diese Seite lässt tief in den Ausstellungsraum blicken, während Ausstellungsbesucher auf die grüne Umgebung schauen. Das Informationszentrum soll über die Laufzeit der IGA hinaus bestehen bleiben.
Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf Die in Beton gegossenen Formsteine wurden in ihrer Zusammensetzung und dem Aussehen variiert und kombiniert und ergaben so die charakteristische Mustervielfalt. Die Architekten des Informationszentrums übertrugen dieses Prinzip es in eine zeitgemäße Gestaltung. Teile der Fassade sind nach außen geschlossen und schirmen es auf diese Weise von der östlich gelegenen Hellersdorfer Straße ab. Die Nordwest-Seite hingegen zeigt großflächige Fensterfronten. Diese Seite lässt tief in den Ausstellungsraum blicken, während Ausstellungsbesucher auf die grüne Umgebung schauen. Das Informationszentrum soll über die Laufzeit der IGA hinaus bestehen bleiben. © Hendrik Bohle
Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf. Der nordöstlichste Stadtbezirk Berlins ist eine der größten Plattenbausiedlungen Europas. Und weiter? Genau das thematisiert das Informationszentrum des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf von Berlin ...
Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf Der nordöstlichste Stadtbezirk Berlins ist eine der größten Plattenbausiedlungen Europas. Und weiter? Genau das thematisiert das Informationszentrum des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf von Berlin ... © Jan Dimog
Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf. ... Direkt in der Hellersdorfer Straße unweit des IGA-Hauptzugangs Kienbergpark und nur wenige Minuten von der gleichnamigen U-Bahnstation entfernt, zeigt auf 120 Quadratmeter Fläche die Geschichte, Gegenwart und die Zukunftspläne des Bezirks. Hinzu kommt ein Raum für eine multifunktionale Nutzung für bis zu 100 Personen.
Informationszentrum Marzahn-Hellerdorf ... Direkt in der Hellersdorfer Straße unweit des IGA-Hauptzugangs Kienbergpark und nur wenige Minuten von der gleichnamigen U-Bahnstation entfernt, zeigt auf 120 Quadratmeter Fläche die Geschichte, Gegenwart und die Zukunftspläne des Bezirks. Hinzu kommt ein Raum für eine multifunktionale Nutzung für bis zu 100 Personen. © Jan Dimog
Belvedere. Belvedere (vom Italienischen bel vedere) steht für schöne Aussicht. Der 3,50 x 18 Meter große stählerne Rahmen lenkt den Blick wie durch ein Fenster.
Belvedere Belvedere (vom Italienischen bel vedere) steht für schöne Aussicht. Der 3,50 x 18 Meter große stählerne Rahmen lenkt den Blick wie durch ein Fenster. © Hendrik Bohle
Belvedere. Der stählerne Ruhepol wurde von ARGE geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken- und Ingenieurbau geplant.
Belvedere Der stählerne Ruhepol wurde von ARGE geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken- und Ingenieurbau geplant. © Hendrik Bohle
Wuhlesteg. Wie ein rostbrauner Strich sieht der vom großen Jelena-Šantić-Friedenspark startende Weg gen Kienberg aus: der Wuhlesteg aus Cortenstahl. Geplant von geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken und Ingenieurbau.
Wuhlesteg Wie ein rostbrauner Strich sieht der vom großen Jelena-Šantić-Friedenspark startende Weg gen Kienberg aus: der Wuhlesteg aus Cortenstahl. Geplant von geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken und Ingenieurbau. © Hendrik Bohle
Wuhlesteg. Der Weg verbindet die Stadtteile Marzahn und Hellersdorf. Er ist etwa 280 Meter lang.
Wuhlesteg Der Weg verbindet die Stadtteile Marzahn und Hellersdorf. Er ist etwa 280 Meter lang. © Hendrik Bohle
Wuhlesteg. Auf bis zu acht Meter Höhe quert der Steg den Wuhletal-Rad-Wanderweg, fällt dann ab und führt entlang des nördlichen Ufers des Wuhleteichs flach über Wiesen und wechselfeuchte Bereiche bis zum Fuß des Kienbergs. Hier endet er an der lichten Holzplattform der Seeterrasse.
Wuhlesteg Auf bis zu acht Meter Höhe quert der Steg den Wuhletal-Rad-Wanderweg, fällt dann ab und führt entlang des nördlichen Ufers des Wuhleteichs flach über Wiesen und wechselfeuchte Bereiche bis zum Fuß des Kienbergs. Hier endet er an der lichten Holzplattform der Seeterrasse. © Jan Dimog
Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum. Die 20 Meter breite und 60 Meter lange Plattform aus Lärchenholz ist die Seeterrasse am Ende des Wuhlestegs. Die Leichtbaubaukonstruktion wird von wenigen Stahlträgern getragen. Besonders schön: die großzügige Außenterrasse.
Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum Die 20 Meter breite und 60 Meter lange Plattform aus Lärchenholz ist die Seeterrasse am Ende des Wuhlestegs. Die Leichtbaubaukonstruktion wird von wenigen Stahlträgern getragen. Besonders schön: die großzügige Außenterrasse. © Jan Dimog
Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum. Geplant von geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken und Ingenieurbau.
Seeterrasse mit Umweltbildungszentrum Geplant von geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken und Ingenieurbau. © Hendrik Bohle
Horizonte, Bambushain. Zukunft, grünes Denken und Handeln und Nachhaltigkeit: der Sonderausstellungsbereich Horizonte in den Kienbergterrassen geht diesen Fragen nach. Ausgewählte Projekte aus Ernährung, Urban Tech und Architektur präsentieren auf der oberen Ebene der Terrassen innovative Vorschläge und Herangehensweisen. Das Projekt Bambuswelten zeigt die Potentiale des Rohstoffs Bambus und der aus ihr gewonnenen Materialien. Denn Bambus wächst schnell und wird als Schlüsselressource für eine globale, postfossile Gesellschaft gesehen. Torre di Bambù ist 8 Meter hoch und hat 128 Bambusstäbe. Die Gesamtlänge der Bambusrohre beträgt 600 Meter.
Horizonte, Bambushain Zukunft, grünes Denken und Handeln und Nachhaltigkeit: der Sonderausstellungsbereich Horizonte in den Kienbergterrassen geht diesen Fragen nach. Ausgewählte Projekte aus Ernährung, Urban Tech und Architektur präsentieren auf der oberen Ebene der Terrassen innovative Vorschläge und Herangehensweisen. Das Projekt Bambuswelten zeigt die Potentiale des Rohstoffs Bambus und der aus ihr gewonnenen Materialien. Denn Bambus wächst schnell und wird als Schlüsselressource für eine globale, postfossile Gesellschaft gesehen. Torre di Bambù ist 8 Meter hoch und hat 128 Bambusstäbe. Die Gesamtlänge der Bambusrohre beträgt 600 Meter. © Jan Dimog
Horizonte, Bambushain. Zusammen mit Bambuseto und weiteren Partnern hat das Berliner Büro Ziegert Roswag Seiler Architekten Ingenieure den Pavillon Bambuswelten errichtet und als Ort des Dialoges der Gesellschaft im Wandel konzipiert.
Horizonte, Bambushain Zusammen mit Bambuseto und weiteren Partnern hat das Berliner Büro Ziegert Roswag Seiler Architekten Ingenieure den Pavillon Bambuswelten errichtet und als Ort des Dialoges der Gesellschaft im Wandel konzipiert. © Hendrik Bohle
Horizonte, Bambushain. Als schnellwachsendes Gras kann Bambus nach drei Jahren geerntet und genutzt werden. Die Ausstellung im Pavillon befasst sich mit Gebäuden und Objekten aus Bambus. Der Torre di Bambù entstand 2015 in Kooperation mit Bambuseto und weiteren Partnern und wurde auf der Ausstellung Green Utopia
Horizonte, Bambushain Als schnellwachsendes Gras kann Bambus nach drei Jahren geerntet und genutzt werden. Die Ausstellung im Pavillon befasst sich mit Gebäuden und Objekten aus Bambus. Der Torre di Bambù entstand 2015 in Kooperation mit Bambuseto und weiteren Partnern und wurde auf der Ausstellung Green Utopia "Green Utopia", einer Sonderschau der Möbelmesse, gezeigt. © Hendrik Bohle
Horizonte, Bambushain. Das Bambusdach entstand im Rahmen des Projektes Naturell – Architektur im Dialog 2013 an der Villa Massimo. Das Dach besteht aus Bambusgeflecht mit Bambusstützen 9,50 Meter x 4,60 Meter. Die 11 Bambuspflanzen sind etwa 8 Meter hoch.
Horizonte, Bambushain Das Bambusdach entstand im Rahmen des Projektes Naturell – Architektur im Dialog 2013 an der Villa Massimo. Das Dach besteht aus Bambusgeflecht mit Bambusstützen 9,50 Meter x 4,60 Meter. Die 11 Bambuspflanzen sind etwa 8 Meter hoch. © Hendrik Bohle
Horizonte, Malzfabrik. Die Malzfabrik war einst Europas größte Malzproduktionsstätte. Heute ist sie ein denkmalgeschütztes Industriegelände in Tempelhof-Schöneberg und ein Ort für Kunst- und Kulturschaffende und Kreative aus den verschiedensten Bereichen ...
Horizonte, Malzfabrik Die Malzfabrik war einst Europas größte Malzproduktionsstätte. Heute ist sie ein denkmalgeschütztes Industriegelände in Tempelhof-Schöneberg und ein Ort für Kunst- und Kulturschaffende und Kreative aus den verschiedensten Bereichen ... © Hendrik Bohle
Horizonte, Malzfabrik. ... Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Denkmals zeigt sich die Malzfabrik auf der IGA mit einem Schaugarten der Kreativität, Kultur und Nachhaltigkeit. Besonders gelungen: das Gerüstkonstrukt.
Horizonte, Malzfabrik ... Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Denkmals zeigt sich die Malzfabrik auf der IGA mit einem Schaugarten der Kreativität, Kultur und Nachhaltigkeit. Besonders gelungen: das Gerüstkonstrukt. © Jan Dimog
Horizonte, Sammlers Traum. Die begehbare Müllskulptur
Horizonte, Sammlers Traum Die begehbare Müllskulptur "Sammlers Traum" wurde im Auftrag der Berliner Stadtreinigung (BSR) vom Künstlerkollektiv raumlaborberlin entworfen und gebaut. In Workshops, Vorträgen, Filmen und Ausstellungen zeigt die BSR dort, was sich aus Weggeworfenem noch alles machen lässt. Ergänzt wird dieses Programm durch die Entwicklung und Präsentation von nachhaltigen Ideen für die Stadt der Zukunft. © Hendrik Bohle
Wolkenhain. Das Wahrzeichen ist einer Wolke nachempfunden und hohe Ingenieursbaukunst. Das ebenfalls von geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken und Ingenieurbau geplante Aussichtsbauwerk ist weithin sichtbar und bietet selbst weite Rundumblicke.
Wolkenhain Das Wahrzeichen ist einer Wolke nachempfunden und hohe Ingenieursbaukunst. Das ebenfalls von geskes.hack Landschaftsarchitekten, Kolb Ripke Architekten, VIC Brücken und Ingenieurbau geplante Aussichtsbauwerk ist weithin sichtbar und bietet selbst weite Rundumblicke. © Hendrik Bohle
Wolkenhain. Die Konstruktion besteht aus etwa 170 Stahlknoten, die die Verstrebung der Wolke zusammenhält.
Wolkenhain Die Konstruktion besteht aus etwa 170 Stahlknoten, die die Verstrebung der Wolke zusammenhält. © Hendrik Bohle
Wolkenhain. Die aus einer transluzenten Membran bestehende Wolke ruht auf schlanken Stahlstützen, die unregelmäßig, wie die Stämme in einem Baumhain angeordnet sind.
Wolkenhain Die aus einer transluzenten Membran bestehende Wolke ruht auf schlanken Stahlstützen, die unregelmäßig, wie die Stämme in einem Baumhain angeordnet sind. © Jan Dimog
Wolkenhain. Nachts wird die Wolke von innen heraus illuminiert.
Wolkenhain Nachts wird die Wolke von innen heraus illuminiert. © Jan Dimog
Wolkenhain. Die Konstruktion ermöglicht auf über 120 Metern über dem Meeresspiegel nicht nur einen umfassenden Blick auf das IGA-Ausstellungsgelände ...
Wolkenhain Die Konstruktion ermöglicht auf über 120 Metern über dem Meeresspiegel nicht nur einen umfassenden Blick auf das IGA-Ausstellungsgelände ... © Jan Dimog
Panorama. ... Von hier blicken die Besucher*innen bis zum Fernsehturm in Berlins Stadtmitte und auf der anderen Seite weit ins Brandenburgische.
Panorama ... Von hier blicken die Besucher*innen bis zum Fernsehturm in Berlins Stadtmitte und auf der anderen Seite weit ins Brandenburgische. © Hendrik Bohle
Wolkenhain. Der Aufstieg in die Wolke ist über Treppen möglich, mobilitätseingeschränkten Besuchern steht ein Aufzug zur Verfügung. Leider scheint dieser nicht immer zu funktionieren. Schlecht für die zahlreichen Eltern mit Kinderwägen.
Wolkenhain Der Aufstieg in die Wolke ist über Treppen möglich, mobilitätseingeschränkten Besuchern steht ein Aufzug zur Verfügung. Leider scheint dieser nicht immer zu funktionieren. Schlecht für die zahlreichen Eltern mit Kinderwägen. © Jan Dimog
Wolkenhain. ... trifft Wolkenfelder.
Wolkenhain ... trifft Wolkenfelder. © Hendrik Bohle
Seilbahnstation. Vom IGA-Haupteingang Kienbergpark am U-Bahnhof
Seilbahnstation Vom IGA-Haupteingang Kienbergpark am U-Bahnhof "Kienberg - Gärten der Welt" (früher: "Neue Grottkauer Straße") steigen die Kabinen mit jeweils maximal 10 Personen in eine Höhe von 25 bis 30 Metern. © Hendrik Bohle
Seilbahnstation. Sie führen zunächst auf den 102 Meter hohen Gipfel des Kienbergs, in die Nähe des Aussichtsbauwerkes Wolkenhain. Nach einem kurzen Stopp bringt die Seilbahn ihre Fahrgäste weiter in den zentralen Bereich der Gartenausstellung. Geplant und realisiert von der Leitner AG.
Seilbahnstation Sie führen zunächst auf den 102 Meter hohen Gipfel des Kienbergs, in die Nähe des Aussichtsbauwerkes Wolkenhain. Nach einem kurzen Stopp bringt die Seilbahn ihre Fahrgäste weiter in den zentralen Bereich der Gartenausstellung. Geplant und realisiert von der Leitner AG. © Hendrik Bohle
IGA-Seilbahn. Viel Gewölk und weite Blicke.
IGA-Seilbahn Viel Gewölk und weite Blicke. © Jan Dimog

Von Jan Dimog Autor, Redakteur und (Foto)Journalist, veröffentlicht am .