LH.  Die Hafenstadt am Anfang der Seine-Mündung zelebriert 2017 ihr 500jähriges Jubiläum.
LH Die Hafenstadt am Anfang der Seine-Mündung zelebriert 2017 ihr 500jähriges Jubiläum. © Bettina Cohnen

Gehäutet, geknetet, geschunden. Im Laufe ihrer 500 jährigen Geschichte musste sich die normannische Hafenstadt immer wieder neu erfinden. König Franz I. hatte sie im Jahre 1517 auf Anregung des Admirals Bonnivet als Kriegshafen Franciscopolis gegründet. Später hieß sie Le Hable de Grâce (Der Hafen der Gnade). Mit der Gnade war es schnell vorbei. Infolge der französischen Revolution rollte zunächst der Kopf des Königs, später entfiel der Namenszusatz. Von nun an hieß sie einfach Le Havre. Heftige Sturmfluten und kriegerische Auseinandersetzungen warfen die Entwicklung die Stadt am Anfang der Seine Mündung immer wieder zurück. Dennoch entwickelte sich das kleine Bauern- und Fischerdorf schnell zum zweitwichtigsten Hafen der Grande Nation. Mit dem Sitz der Französischen Westindienkompanie und dem damit verbunden Sklavenhandel begann im 18. Jahrhundert das unrühmlichste, wirtschaftlich aber auch erfolgreichste Kapitel Le Havres. Bevölkerung und Wohlstand wuchsen. Ludwig XVI. entschied schließlich den Neubau der Stadt. Aber erst unter Napoleon III. wurden die Stadtmauern umfangreich geschliffen, umliegende Ortschaften eingemeindet und große Boulevards angelegt. Le Havre entwickelte sich zu einer Industriestadt mit einem weitverzweigten transatlantischen Handelsnetz für Rohwaren, wie etwa Zucker, Baumwolle, Gewürze und Kaffee. Anfang des 20. Jahrhunderts war Le Havre schließlich Europas größter Import-Hafen für Kaffee. Auch von der wachsenden Passagierbeförderung im Schiffsverkehr und vom Boom der Seebäder Anfang des 20. Jahrhunderts konnte die Region um Le Havre zunächst profitieren. Eines der wenigen verbliebenen Beispiele dieser Zeit ist das neoklassizistische Hotel Nice Havrais – Georges Dufayel im benachbarten Sainte-Adresse. Im ersten Weltkrieg weitgehend verschont, ging die Stadt im zweiten Krieg fast vollständig im Bombenhagel unter. Die Deutschen hatten hier eine Garnision als Teil des Atlantikwalls errichtet. Wie überall hatten Résistance und Bevölkerung unter der Repression und Verfolgung der Nazis zu leiden. Im September 1944 setzten alliierte Luftschläge dem Terror ein Ende, in deren Folge rund 5.000 Menschen starben, 12.500 Wohnhäuser vernichtet und 80.000 Einwohner obdachlos wurden. Auf Anweisung der französischen Regierung wurde das Stadtzentrum durch Auguste Perret und sein Atelier als radikal moderne Modellstadt wiedererrichtet. Le Havres monumentales Zentrum gilt heute als Mahnmal des Krieges und zählt zu einem von zwei Stadtensembles des 20. Jahrhunderts, die in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden. Trotz wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Ölkrise ist Le Havre weiterhin der zweitgrößte Hafen Frankreichs und mit 193.000 Einwohnern die größte Stadt der Normandie. Aber sie ist mehr als eine Anlaufstelle für Containerschiffe und Kreuzfahrtdampfer, mehr als die gebaute Vision des Beton-Poeten Auguste Perret. Mit seinen Kieselstränden, schroffen Steilküsten und sanften Erhebungen im Hinterland ist sie auch ein bezaubernder Ort mit einer ausgezeichneten Lebensqualität. Kreative und Kunstschaffende nennen ihren Ort „LH“, eine spielerisch-ironische Referenz an NYC (New York City) oder an LA (Los Angeles). LH ist heute eine pulsierende Mini-Metropole mit einem lebendigen Kunst- und Kulturleben einer jungen Generation, die einmal von Le Havre wegging, um zurückzukehren, mit dem Wunsch und den Ideen hier etwas zu bewegen.

"Schauen sie hin. Leben sie in dieser Stadt. Sie hat ihnen viel zu zeigen. Sie kann sie überraschen in einer Größenordnung, die mich immer noch verblüfft. Und sie hat 1000 Sachen zu sagen, unserem Land und der Welt."

Édouard Philippe, Premierminister Frankreichs und ehemaliger Bürgermeister Le Havres

Vom 27. Mai bis zum 5. November 2017 feiert Le Havre ihr 500-jähriges Jubiläum. Das Festival Un été au Havre 2017 (Ein Sommer in Le Havre 2017) steht ganz im Zeichen der Kunst und Kultur. Unter der künstlerischen Leitung des Franzosen Jean Blaise verwandeln nationale und internationale Künstler, Designer, Grafiker, Choreografen, Regisseure und Schriftsteller die Hafenstadt in eine riesige öffentliche Bühne. Mehrere Rundgänge führen durch verschiedene Stadtteile zu einer ganzen Reihe städtischer Veranstaltungen und dreißig Freiluft-Installationen. Gemeinsam mir der Fotokünstlerin Bettina Cohnen bin ich entlang der vorgeschlagenen Parcours anlässlich des Festivals den historischen Spuren gefolgt. Wir haben uns treiben lassen und sind auf Verblüffendes, Verträumtes und Wunderliches gestoßen.

Le Volcan.  Die Place de l'Hôtel-de-Ville und die Place Niemeyer mit dem Kulturzentrum "Le Volcan" sind die beiden zentralen Plätze der Stadt und zugleich Start- und Angelpunkte aller Parcours im Rahmen der Festivitäten.
Le Volcan Die Place de l'Hôtel-de-Ville und die Place Niemeyer mit dem Kulturzentrum "Le Volcan" sind die beiden zentralen Plätze der Stadt und zugleich Start- und Angelpunkte aller Parcours im Rahmen der Festivitäten. © Hendrik Bohle
Le Volcan.  Der strahlend weiße Gebäudekomplex wurde ab 1978 von Oscar Niemeyer entworfen und 1982 als Haus der Kulturen der Welt eröffnet.
Le Volcan Der strahlend weiße Gebäudekomplex wurde ab 1978 von Oscar Niemeyer entworfen und 1982 als Haus der Kulturen der Welt eröffnet. © Hendrik Bohle
Le Volcan.  2014 wurde das Ensemble umfassend saniert. Seitdem befindet sich im "großen Vulkan" die Scène Nationale und eine Bar im Retro-Style. Es ist das größte Gebäude mit hyperbolischen Formen. Im "kleinen Vulkan" sind seit 2015 die Bibliothek und Mediathek von Le Havre beheimatet.
Le Volcan 2014 wurde das Ensemble umfassend saniert. Seitdem befindet sich im "großen Vulkan" die Scène Nationale und eine Bar im Retro-Style. Es ist das größte Gebäude mit hyperbolischen Formen. Im "kleinen Vulkan" sind seit 2015 die Bibliothek und Mediathek von Le Havre beheimatet. © Bettina Cohnen
Le Volcan.  Auf verschiedenhohen Ebenen sind öffentliche Plätze angeordnet, die mit Treppen und Rampen verbunden sind. Auf der unteren Ebene befindet sich der Zugang zur Mediathek und zu einem Restaurant. Aus der Luft gesehen verbinden sich die geschwungenen Linien zum Symbol der Friedenstaube.
Le Volcan Auf verschiedenhohen Ebenen sind öffentliche Plätze angeordnet, die mit Treppen und Rampen verbunden sind. Auf der unteren Ebene befindet sich der Zugang zur Mediathek und zu einem Restaurant. Aus der Luft gesehen verbinden sich die geschwungenen Linien zum Symbol der Friedenstaube. © Hendrik Bohle
Le Volcan.  Ulkig. Die Havrais nennen die beiden weißen Baukörper auch Joghurtbecher.
Le Volcan Ulkig. Die Havrais nennen die beiden weißen Baukörper auch Joghurtbecher. © Bettina Cohnen
Le Volcan.  Die weichen und fließenden Linien bilden einen starken Kontrast zur starren Perret'schen Baustruktur.
Le Volcan Die weichen und fließenden Linien bilden einen starken Kontrast zur starren Perret'schen Baustruktur. © Bettina Cohnen
Parcours Les Escaliers.  Der Weg führt von der Place Niemeyer vorbei an der Eglise Saint-Michel von Henri Colboc. Die Kubatur der Kirche erinnert an ein aufgeschlagenes Buch. Ihr Glockenturm soll eine Kerze symbolisieren. Mit einer Standseilbahn geht’s hoch zum Fort de Tourneville. Die alte Militärfestung gilt mit ihren Ateliers, einem Konzertsaal, vielen permanenten und temporären Installationen heute als das künstlerische Zentrum der Stadt.
Parcours Les Escaliers Der Weg führt von der Place Niemeyer vorbei an der Eglise Saint-Michel von Henri Colboc. Die Kubatur der Kirche erinnert an ein aufgeschlagenes Buch. Ihr Glockenturm soll eine Kerze symbolisieren. Mit einer Standseilbahn geht’s hoch zum Fort de Tourneville. Die alte Militärfestung gilt mit ihren Ateliers, einem Konzertsaal, vielen permanenten und temporären Installationen heute als das künstlerische Zentrum der Stadt. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Das alte Handelsbecken, Bassin de Commerce, wurde 1820 fertiggestellt. Achse und Lage bilden die Vorlage für das Grundraster der wiederaufgebauten Stadt. Mit der permamenten Installation "Impact" lässt der Künstler Stéphane Tidet zum Stadtjubiläum zwei gewaltige Wasserfontänen kollidieren.
Parcours Les Bassins Das alte Handelsbecken, Bassin de Commerce, wurde 1820 fertiggestellt. Achse und Lage bilden die Vorlage für das Grundraster der wiederaufgebauten Stadt. Mit der permamenten Installation "Impact" lässt der Künstler Stéphane Tidet zum Stadtjubiläum zwei gewaltige Wasserfontänen kollidieren. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Der Stadtteil Saint-Francois liegt auf einer Insel. Er ist der älteste Stadtteil LH. Anders als im monumentalen Dreieck Perrets wurde hier der historische Stadtgrundriss beibehalten. Die in Stahlbeton-Skelettbauweise errichteten Häuser wurden regional typisch mit Backstein und Schiefer verkleidet und mit schrägen Dächern gedeckt.
Parcours Les Bassins Der Stadtteil Saint-Francois liegt auf einer Insel. Er ist der älteste Stadtteil LH. Anders als im monumentalen Dreieck Perrets wurde hier der historische Stadtgrundriss beibehalten. Die in Stahlbeton-Skelettbauweise errichteten Häuser wurden regional typisch mit Backstein und Schiefer verkleidet und mit schrägen Dächern gedeckt. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Überall im Viertel finden sich aber auch historische Bauten ...
Parcours Les Bassins Überall im Viertel finden sich aber auch historische Bauten ... © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  ... wie das Museum Hôtel Dubocage de Bléville ...
Parcours Les Bassins ... wie das Museum Hôtel Dubocage de Bléville ... © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  ... mit Details, die an ein englisches Cottage erinnern ...
Parcours Les Bassins ... mit Details, die an ein englisches Cottage erinnern ... © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  ... oder das Maison de l'Armateur (Haus des Reeders).
Parcours Les Bassins ... oder das Maison de l'Armateur (Haus des Reeders). © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  Das Museum ist der perfekte Ort, um Le Havres Geschichte als Hafen- und Handelsstadt im 18. Jahrhundert zu begreifen. Uns halfen zudem die skurilen Anekdoten des Historikers François Mortier auf unserer Führung durch das geschichtsträchtige Haus.
Parcours Les Bassins Das Museum ist der perfekte Ort, um Le Havres Geschichte als Hafen- und Handelsstadt im 18. Jahrhundert zu begreifen. Uns halfen zudem die skurilen Anekdoten des Historikers François Mortier auf unserer Führung durch das geschichtsträchtige Haus. © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  Das Zentrum bildet ein außergewöhnlicher Lichthof. Der Architekt Paul-Michel Thibault hatte zuvor Le Havres Festungen und eine ganze Reihe Leuchtürme realisert. Für das Maison de l'Armateur entwarf er eine invertierte Variante der Türme. Durch den oktogonalen Hof konnten alle innenliegenden Zimmer natürlich belichtet werden.
Parcours Les Bassins Das Zentrum bildet ein außergewöhnlicher Lichthof. Der Architekt Paul-Michel Thibault hatte zuvor Le Havres Festungen und eine ganze Reihe Leuchtürme realisert. Für das Maison de l'Armateur entwarf er eine invertierte Variante der Türme. Durch den oktogonalen Hof konnten alle innenliegenden Zimmer natürlich belichtet werden. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Am benachbarten Quai de l’Ile steht die 1952 von den Architekten Charles Fabre und Jean Le Soudier errichtete Fischhalle. Der schöne schlichte Bau ist meist geschlossen und wird manchmal als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt.
Parcours Les Bassins Am benachbarten Quai de l’Ile steht die 1952 von den Architekten Charles Fabre und Jean Le Soudier errichtete Fischhalle. Der schöne schlichte Bau ist meist geschlossen und wird manchmal als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt. © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  An der Fassade gibt es Street Art des Künstlers Jace.
Parcours Les Bassins An der Fassade gibt es Street Art des Künstlers Jace. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Perrets Architektur grenzt am Westkai des Bassin du Roy. An dieser Stelle befand sich im 16. Jahrhundert der erste Hafen. Der Künstler Baptiste Debombourg installierte hier seine "Jardins Fantômes". Die Stahlornamente an der Kaimauer sind nur bei Ebbe zu sehen. Im Hintergrund des wohl bekannteste Kunstwerk dieses Sommers: Vincent Ganivets "Catène de containers".
Parcours Les Bassins Perrets Architektur grenzt am Westkai des Bassin du Roy. An dieser Stelle befand sich im 16. Jahrhundert der erste Hafen. Der Künstler Baptiste Debombourg installierte hier seine "Jardins Fantômes". Die Stahlornamente an der Kaimauer sind nur bei Ebbe zu sehen. Im Hintergrund des wohl bekannteste Kunstwerk dieses Sommers: Vincent Ganivets "Catène de containers". © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Über dem Hauptportal des 1932 von Henri Victor Pacon errichteten Hauptbahnhofs schimmert ein riesiger Spiegel, die Installation "L'Altoviseur" von Julien Berthier.
Parcours Les Bassins Über dem Hauptportal des 1932 von Henri Victor Pacon errichteten Hauptbahnhofs schimmert ein riesiger Spiegel, die Installation "L'Altoviseur" von Julien Berthier. © Hendrik Bohle

"By constucting objects that are hyperrealist yet clearly fictional, and confronting them with the public space, Julien Berthier (...) uses irony (...) to encourage broader reflection on our society."

Paul Ardenne, L’art contextuel 2004
Parcours Les Bassins.  Im Südosten wurden 1846 nach Vorbild der Londoner Docks Lagerhallen für Kaffee, Gewürze und Baumwolle errichtet. Heute zählt das Quartier zu einem der größten Transformationsgebiete der Stadt mit Freizeit-, Wohn- und Gewerbebauten. Für den Sommer versenkte Julien Berthier ein Boot im Bassin Vauban, der Titel des Kunstwerks "Love Love".
Parcours Les Bassins Im Südosten wurden 1846 nach Vorbild der Londoner Docks Lagerhallen für Kaffee, Gewürze und Baumwolle errichtet. Heute zählt das Quartier zu einem der größten Transformationsgebiete der Stadt mit Freizeit-, Wohn- und Gewerbebauten. Für den Sommer versenkte Julien Berthier ein Boot im Bassin Vauban, der Titel des Kunstwerks "Love Love". © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Der französische Architekt Bernard Reichen baute das 52.000 Quadratmeter große Areal 2009 überzeugend zu einer Shopping Mall um.
Parcours Les Bassins Der französische Architekt Bernard Reichen baute das 52.000 Quadratmeter große Areal 2009 überzeugend zu einer Shopping Mall um. © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  Seit 2015 markiert der schwarze Bau der École Nationale Supérieure Maritime (ENSM) Le Havre von AIA Associés den Anfang des neu entstehenden Quartiers.
Parcours Les Bassins Seit 2015 markiert der schwarze Bau der École Nationale Supérieure Maritime (ENSM) Le Havre von AIA Associés den Anfang des neu entstehenden Quartiers. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Seit 2005 führt die "Pont des Docks" über den Bassin Paul Vatine.
Parcours Les Bassins Seit 2005 führt die "Pont des Docks" über den Bassin Paul Vatine. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Großartig: Die Bains des Docks vom Ateliers Jean Nouvel. Seit 2008 ein Muß bei jedem Besuch in Le Havre. Die weiße Badelandschaft im Inneren des schlichten Baus ist atemberaubend.
Parcours Les Bassins Großartig: Die Bains des Docks vom Ateliers Jean Nouvel. Seit 2008 ein Muß bei jedem Besuch in Le Havre. Die weiße Badelandschaft im Inneren des schlichten Baus ist atemberaubend. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Historische und zeitgenössische Bauten in den Docks von Le Havre.
Parcours Les Bassins Historische und zeitgenössische Bauten in den Docks von Le Havre. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Ein weiteres Highlight das Kongresszentrum Carré des Docks von Paul Andreu und Thomas Richez.
Parcours Les Bassins Ein weiteres Highlight das Kongresszentrum Carré des Docks von Paul Andreu und Thomas Richez. © Hendrik Bohle
Parcours Les Bassins.  Zwischendrin ein Club.
Parcours Les Bassins Zwischendrin ein Club. © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  Passend zum Ort: Ein Studierenden-Wohnheim aus Containern. Jeder von Ihnen war garantiert bereits auf hoher See, bevor er hier verbaut wurde.
Parcours Les Bassins Passend zum Ort: Ein Studierenden-Wohnheim aus Containern. Jeder von Ihnen war garantiert bereits auf hoher See, bevor er hier verbaut wurde. © Bettina Cohnen
Parcours Les Bassins.  Knapp ein Kilometer Idylle im Quartier Süd, der Jardin Fluvial.
Parcours Les Bassins Knapp ein Kilometer Idylle im Quartier Süd, der Jardin Fluvial. © Hendrik Bohle
Parcours Vers le Port.  Das Museum André Malraux (MUMA) war der erste Museumsneubau der französischen Nachkriegszeit. Der Kubus aus Glas und Metall wurde von den vier Architekten Guy Lagneau, Michel Weill, Jean Dimitrijevic und Raymond Audigier entworfen. Jean Prouvé entwarf den Sonnenschutz und die scheinbar schwebende Dachkonstruktion. Das MUMA zählt zu den bedeutendsten Museumsbauten der Moderne und besitzt heute eine der reichsten Sammlungen impressionistischer Meister.
Parcours Vers le Port Das Museum André Malraux (MUMA) war der erste Museumsneubau der französischen Nachkriegszeit. Der Kubus aus Glas und Metall wurde von den vier Architekten Guy Lagneau, Michel Weill, Jean Dimitrijevic und Raymond Audigier entworfen. Jean Prouvé entwarf den Sonnenschutz und die scheinbar schwebende Dachkonstruktion. Das MUMA zählt zu den bedeutendsten Museumsbauten der Moderne und besitzt heute eine der reichsten Sammlungen impressionistischer Meister. © Hendrik Bohle
Parcours Vers le Port.  An der Westseite steht die Monumental-Skulptur des Bildhauers Henri-Georges Adam. Sie soll die außerordentliche Lage das Museums am Eingang des Hafens unterstreichen.
Parcours Vers le Port An der Westseite steht die Monumental-Skulptur des Bildhauers Henri-Georges Adam. Sie soll die außerordentliche Lage das Museums am Eingang des Hafens unterstreichen. © Hendrik Bohle
Parcours La Ville Perret.  In Perrets Église Saint-Joseph hängt "Accumulation of Power" der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota.
Parcours La Ville Perret In Perrets Église Saint-Joseph hängt "Accumulation of Power" der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota. © Hendrik Bohle
Parcours La Ville Perret.  Am Strand "UP#3" von Lang & Baumann ...
Parcours La Ville Perret Am Strand "UP#3" von Lang & Baumann ... © Bettina Cohnen
Parcours La Ville Perret.  ... und Karel Martens "Colors on the Beach".
Parcours La Ville Perret ... und Karel Martens "Colors on the Beach". © Bettina Cohnen
Sainte-Adresse.  Hängt auf einer Klippe hoch über der Seine-Mündung. Wegen der Südausrichtung des Strandes wird der kleine französische Badeort auch das Nizza von Le Havre genannt.
Sainte-Adresse Hängt auf einer Klippe hoch über der Seine-Mündung. Wegen der Südausrichtung des Strandes wird der kleine französische Badeort auch das Nizza von Le Havre genannt. © Bettina Cohnen
Sainte-Adresse.  In den 1870er-Jahren wurde er mit einer Straßenbahn an Le Havre angebunden. An ihrer Endstation, an der Place Frederic Sauvage, ließ der Pariser Kaufhauskönig Georges Dufayel 1911 ein neoklassizistisches Erholungsheim für seine Angestellten errichten. Das blieb es aber nicht lange. Infolge des ersten Weltkriegs floh die belgische Regierung nach Frankreich. Von 1914-1918 wurde das Hotel an der Place Frederic Sauvage ihre Residenz und Sainte-Adresse belgische Hauptstadt.
Sainte-Adresse In den 1870er-Jahren wurde er mit einer Straßenbahn an Le Havre angebunden. An ihrer Endstation, an der Place Frederic Sauvage, ließ der Pariser Kaufhauskönig Georges Dufayel 1911 ein neoklassizistisches Erholungsheim für seine Angestellten errichten. Das blieb es aber nicht lange. Infolge des ersten Weltkriegs floh die belgische Regierung nach Frankreich. Von 1914-1918 wurde das Hotel an der Place Frederic Sauvage ihre Residenz und Sainte-Adresse belgische Hauptstadt. © Hendrik Bohle
Sainte-Adresse.  Das Denkmal "Pain de Sucre (Zuckerhut)" wurde 1852 in Gedenken an Général-Comte Lefebvre-Desnouëttes von seiner Witwe Stéphanie Rollier errichtet Sein Schiff sank 1822 vor der irländischen Küste.
Sainte-Adresse Das Denkmal "Pain de Sucre (Zuckerhut)" wurde 1852 in Gedenken an Général-Comte Lefebvre-Desnouëttes von seiner Witwe Stéphanie Rollier errichtet Sein Schiff sank 1822 vor der irländischen Küste. © Bettina Cohnen
Sainte-Adresse.  Schon vor Auguste Perret zog das Licht der Normandie Maler in seinen Bann. Im Jahre 1872 malte Claude Monet im Hafen von Le Havre ein Bild mit dem Titel Impression "Soleil levant". Dieses Kunstwerk verhalf übrigens dem damals neuen Stil in der Malerei zu der Bezeichnung Impressionismus.
Sainte-Adresse Schon vor Auguste Perret zog das Licht der Normandie Maler in seinen Bann. Im Jahre 1872 malte Claude Monet im Hafen von Le Havre ein Bild mit dem Titel Impression "Soleil levant". Dieses Kunstwerk verhalf übrigens dem damals neuen Stil in der Malerei zu der Bezeichnung Impressionismus. © Hendrik Bohle
Sainte-Adresse.  Fotokünstlerin Bettina Cohnen und Le Havre-Expertin Séverine Gourgeau "Am Ende der Welt".
Sainte-Adresse Fotokünstlerin Bettina Cohnen und Le Havre-Expertin Séverine Gourgeau "Am Ende der Welt". © Hendrik Bohle

"Yet the city needs tob e understood, to be loved, to be put on stage, and we need to identify the people that give it all their energy and their talent, we need to be bold, but fair, with the city, to bring out all its strangeness and its evident poetry."

Jean Blaise, Art director Un Été au Havre 2017

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Von Hendrik Bohle Architekt, Autor und Stadtforscher, veröffentlicht am .