Bairro dos Museus –  Revolutionsarchitektur an der Riviera

Vom Kloster zum roten Beton: Das Museumsquartier von Cascais verbindet historische Sommerhäuser, Umbaukultur und die Casa das Histórias Paula Rego von Eduardo Souto de Moura. Teil 1. .

Revolutionsarchitektur an der Riviera Revolutionsarchitektur an der Riviera

Denkmal — Portugal | 

Redaktionell überarbeitet und aktualisiert am 16. September 2026.

Kulturzentrum und Zitadelle von Cascais

Kulturzentrum und Zitadelle von Cascais

Das Bairro dos Museus verbindet Museen, Kulturhäuser, Denkmäler und Parks im Zentrum von Cascais. Unser Rundgang beginnt am Centro Cultural de Cascais. Das 2000 eröffnete Kulturzentrum befindet sich im ehemaligen Kloster Nossa Senhora da Piedade aus dem 17. Jahrhundert, das der Lissabonner Architekt Jorge Silva für die neue Nutzung instand setzte und umbaute. Hinter der rosa Fassade liegen Ausstellungsräume, ein Auditorium und ein begrünter Innenhof.

Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich die Cidadela de Cascais. Gonçalo Byrne, João Góis und David Sinclair verwandelten Teile der über Jahrhunderte gewachsenen Festungsanlage zwischen 2008 und 2012 in eine Pousada. Ein lang gestreckter, mit Cortenstahl verkleideter Neubau ergänzt die massiven Bestandsbauten. Hotel, Kunstareal und der weiterhin staatlich genutzte Palácio da Cidadela bilden ein beinahe städtisches Gefüge innerhalb der Festungsmauern.

Farol Museu de Santa Marta und Casa de Santa Maria

Francisco und Manuel Aires Mateus entwickelten den weiterhin betriebenen Leuchtturm Santa Marta und die angrenzenden ehemaligen Wärterhäuser zu einem Museum weiter. Die 2007 abgeschlossene Intervention konzentriert sich auf wenige präzise Eingriffe. Weiß glasierte Keramikelemente, scharf geschnittene Baukörper und die wieder freigelegte historische Mauer ordnen das heterogene Ensemble neu. Historischer Bestand, maritime Technik und zeitgenössische Architektur bleiben dabei gleichermaßen sichtbar.

Unmittelbar daneben steht die 1902 vollendete Casa de Santa Maria. Raul Lino entwarf die Sommerresidenz für den irischstämmigen Unternehmer Jorge O’Neill zu Beginn seiner Laufbahn. Hufeisenbögen, bemalte Holzdecken und umfangreiche Azulejo-Ausstattungen verbinden mediterrane Motive mit Linos Suche nach einer zeitgemäßen portugiesischen Hausarchitektur.

Palast der Grafen von Castro Guimarães und Meeresmuseum

Auch der Palast der späteren Grafen von Castro Guimarães entstand im Auftrag von Jorge O’Neill. Der 1897 begonnene Entwurf wird heute vor allem dem Maler und Architekten Francisco Vilaça zugeschrieben; seine szenografische Wirkung steht zugleich unter dem Einfluss Luigi Maninis. Türme, Erker, Loggien und historistische Versatzstücke machen das Gebäude zu einer gebauten Fantasie über das aristokratische Leben um 1900. Heute beherbergt es Kunst, Möbel, archäologische Funde und eine Bibliothek mit rund 25.000 Bänden.

Das Museu do Mar Rei D. Carlos befindet sich im ehemaligen Sporting Club de Cascais, der 1879 vom damaligen Kronprinzen Carlos gegründet wurde. Nachdem das Gebäude 1976 an die Kommune übergegangen war, eröffnete hier 1992 das Meeresmuseum. Seine Ausstellungen wurden seither mehrfach erweitert und erzählen von Fischerei und Schifffahrt, Naturgeschichte, Meeresarchäologie und den ozeanografischen Forschungen König Carlos’ I.

Im Jahr 2000 eröffnet und vom Lissabonner Architekten Jorge Silva umgebaut.

C. Cult. de Cascais

Im Jahr 2000 eröffnet und vom Lissabonner Architekten Jorge Silva umgebaut.

Bild vergrößern (C. Cult. de Cascais)(Abbildung © Hendrik Bohle)
Die 400 Jahre alte Festung war einst eine der wichtigsten Anlagen zur Verteidigung des Umlands von Lissabon.

Cidadela de Cascais

Die 400 Jahre alte Festung war einst eine der wichtigsten Anlagen zur Verteidigung des Umlands von Lissabon.

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Umgestaltung und Planung; Goncalo Byrne, David Sinclair und Joao Gois.

Cidadela de Cascais

Umgestaltung und Planung; Goncalo Byrne, David Sinclair und Joao Gois.

Bild vergrößern (Cidadela de Cascais)(Abbildung © Jan Dimog)

Cidadela de Cascais

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Einziger Neubau in der Anlage.

Cidadela de Cascais

Einziger Neubau in der Anlage.

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Cidadela de Cascais

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Cidadela de Cascais

Bild vergrößern (Cidadela de Cascais)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Leuchtturm-Museum Santa Marta und das Haus Santa Marta

Stichwort Transformation: den Umbau des Leuchtturms Santa Marta in Cascais verantworteten die Brüder Francisco und Manuel Aires Mateus aus Lissabon. Die bestehende kleinteilige Struktur wurde im Zuge der Sanierung auf das Essentielle konzentriert. Weiße Keramikfliesen zieren Dach und Außenwände des größten Baukörpers. Trotz der überhellen Präsenz der kleinen Gebäudeteile und des Erweiterungsbaus fügen sie sich in das Ensemble ein. Das Areal auf der kleinen Landzunge hat eine Cascais-typische Sprache: Tradition trifft auf die Hochmoderne. Beide können unabhängig voneinander bestehen, beide formen eine Einheit. Wenige Jahre nach dem 1868 in Betrieb genommenen Leuchtturm wurde das Haus Santa Marta 1902 in unmittelbarer Nähe fertiggestellt. Die Sommerresidenz des irischen Adeligen Jorge O’Neill wurde von Raul Lino geplant, einem der einflussreichsten Architekten Portugals in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von Lino stammen viele weitere Häuser in Cascais und Sintra, insgesamt war er für über 700 Projekte verantwortlich, viele davon entwarf er im neo-mediterran-traditionellen Stil (Estilo Português Suave). Das Haus nimmt den eklektizistischen Schwung im Innenraum auf eine überbordende Art auf: Hufeisenbögen, bemalte Holzdecken und ein Überfluss an Kachelkunst.

Umbau durch die Architektenbrüder Francisco und Manuel Aires Mateus aus Lissabon.

Leuchtturm-Museum Santa Marta

Umbau durch die Architektenbrüder Francisco und Manuel Aires Mateus aus Lissabon.

Bild vergrößern (Leuchtturm-Museum Santa Marta)(Abbildung © Jan Dimog)
Cascais-typisch: Tradition trifft auf Hochmoderne.

Leuchtturm-Museum Santa Marta

Cascais-typisch: Tradition trifft auf Hochmoderne.

Bild vergrößern (Leuchtturm-Museum Santa Marta)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Leuchtturm-Museum Santa Marta

Bild vergrößern (Leuchtturm-Museum Santa Marta)(Abbildung © Jan Dimog)
Weiße Keramikfliesen zieren Dach und Außenwände des größten Baukörpers.

Leuchtturm-Museum Santa Marta

Weiße Keramikfliesen zieren Dach und Außenwände des größten Baukörpers.

Bild vergrößern (Leuchtturm-Museum Santa Marta)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Leuchtturm-Museum Santa Marta

Bild vergrößern (Leuchtturm-Museum Santa Marta)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Leuchtturm-Museum Santa Marta

Bild vergrößern (Leuchtturm-Museum Santa Marta)(Abbildung © Jan Dimog)
Der Leuchtturm wurde 1868 in Betrieb genommen.

Leuchtturm-Museum Santa Marta

Der Leuchtturm wurde 1868 in Betrieb genommen.

Bild vergrößern (Leuchtturm-Museum Santa Marta)(Abbildung © Hendrik Bohle)
1902 fertiggestellt, geplant von Raul Lino, einem der einflussreichsten Architekten Portugals.

Haus Santa Marta

1902 fertiggestellt, geplant von Raul Lino, einem der einflussreichsten Architekten Portugals.

Bild vergrößern (Haus Santa Marta)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Haus Santa Marta

Bild vergrößern (Haus Santa Marta)(Abbildung © Jan Dimog)

Haus Santa Marta

Bild vergrößern (Haus Santa Marta)(Abbildung © Jan Dimog)

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães und das Meeresmuseum

Apropos: Eklektizismus-Ekstase. Die Anlage wurde ebenfalls von Jorge O’Neill in Auftrag gegeben, entworfen wurde es von Luigi Manini, einem renommierten Opern-Bühnenbildner und Architekt aus dem norditalienischen Crema. Auf Maninis Pläne gehen auch einige wichtige Bauten in Sintra zurück, z. B. die Anlage Quinta da Regaleira. Das Museum ist wie eine Zeitreise in die Ära der Adelshäuser um 1900 und beherbergt Gemälde, archäologische Funde, eine Bibliothek mit 25.000 Büchern und Mobiliar im indisch-portugiesischen Stil. Auf dem Weg zum nächsten Museum sollte man sich unbedingt Zeit im Park Marechal Carmona mit seinen künstlich angelegten Teichen mit Schildkröten, Fischen und Enten sowie Kapellen und Pavillons lassen.
Nach einem fast anderthalb Jahrzehnten währenden Umbau wurde das Haus als Museu do Mar Rei D. Carlos im Sommer 1992 eröffnet. Seitdem hat es mehrere Umbauten und konzeptionelle Neuausrichtungen gegeben. Bestimmend waren zu Beginn die Themen Schifffahrt und Fischerei. Im Laufe der Jahre sind die Abteilungen für Naturgeschichte, Meeresarchäologie und Ethnologie dazugekommen. Das Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung an Karten, Fischerutensilien, Bootsmodellen und Schätzen, die von untergegangenen Schiffen vor der Küste und in der Tejomündung geborgen wurden.

Eklektizismus pur: geplant vom italienischen Architekten Luigi Manini.

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães

Eklektizismus pur: geplant vom italienischen Architekten Luigi Manini.

Bild vergrößern (Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães

Bild vergrößern (Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães

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Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães

Bild vergrößern (Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães)(Abbildung © Jan Dimog)

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães

Bild vergrößern (Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães)(Abbildung © Jan Dimog)
Eine Zeitreise in die Ära der Adelshäuser um das Jahr 1900.

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães

Eine Zeitreise in die Ära der Adelshäuser um das Jahr 1900.

Bild vergrößern (Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães)
Im Haus zu sehen: Gemälde, Skulpturen, archäologische Funde und eine Bibliothek mit 25.000 Büchern und Mobiliar.

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães

Im Haus zu sehen: Gemälde, Skulpturen, archäologische Funde und eine Bibliothek mit 25.000 Büchern und Mobiliar.

Bild vergrößern (Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães)(Abbildung © Jan Dimog)
Das Haus wurde 1992 als Museu do Mar Rei D. Carlos eröffnet.

Meeresmuseum

Das Haus wurde 1992 als Museu do Mar Rei D. Carlos eröffnet.

Bild vergrößern (Meeresmuseum)(Abbildung © Jan Dimog)

Meeresmuseum

Bild vergrößern (Meeresmuseum)(Abbildung © Jan Dimog)
Das Umkleidehäuschen aus dem 19. Jahrhundert ist Teil der Ausstellung.

Meeresmuseum

Das Umkleidehäuschen aus dem 19. Jahrhundert ist Teil der Ausstellung.

Bild vergrößern (Meeresmuseum)(Abbildung © Jan Dimog)

Meeresmuseum

Bild vergrößern (Meeresmuseum)(Abbildung © Hendrik Bohle)

»Der Ort war ein Wald, umgeben von einer Mauer. In der Mitte gab es ein großes Nichts – eine Art ehemaliger Tennisclub, der zur Zeit der Carnation Revolution (1974, unblutige Revolution, die die 50-jährige Diktatur in Portugal beendete, Anmerkung der Redaktion) verschwunden war.«

Eduardo Souto de Moura

Haus der Geschichten Paula Rego

Casa das Histórias Paula Rego

Während sich das Meeresmuseum in einem zurückhaltenden historischen Gebäude verbirgt, setzt die 2009 eröffnete Casa das Histórias Paula Rego einen unübersehbaren Gegenpunkt. Zwei pyramidenförmige Türme ragen zwischen den Bäumen auf und machen das Museum zur markantesten zeitgenössischen Architektur des Bairro dos Museus.

Paula Rego (1935–2022) war eine portugiesisch-britische Malerin und Grafikerin. In ihren ebenso erzählerischen wie verstörenden Bildern verarbeitete sie Märchen, familiäre Konflikte, politische Gewalt und die Lebenswirklichkeit von Frauen. Sie wuchs zwischen Lissabon und Estoril auf, studierte in London und lebte später überwiegend in Großbritannien. Für ihr Museum in Cascais wählte sie Eduardo Souto de Moura selbst als Architekten.

Souto de Moura gehört zu den prägenden Vertretern der Escola do Porto, einer unter anderem von Fernando Távora und Álvaro Siza geformten Entwurfstradition. Das Museum gliedert sich in vier unterschiedlich hohe Trakte, deren Räume sich um einen zentralen Saal für Wechselausstellungen gruppieren. Hinzu kommen ein Auditorium mit 200 Plätzen, eine Bibliothek, ein Café und insgesamt rund 750 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Im Inneren bestimmen neutrale Farbtöne und ein blaugrauer Marmor aus der Region die Räume. Außen reagiert der Bau ungleich expressiver auf seinen Ort. Souto de Moura ordnete die Volumen zwischen dem vorhandenen Baumbestand an und färbte den Beton mit roten Pigmenten – als Kontrast zum Grün des Gartens. Die beiden Türme verweisen zugleich auf historische portugiesische Bauformen und auf die monumentalen geometrischen Entwürfe der französischen Revolutionsarchitektur. So wird das Museum selbst zum Geschichtenerzähler: archaisch und abstrakt, ortsbezogen und eigenständig.

"Beim Vermessen und der Aufnahme des alten Baumbestandes entwickelte ich die Idee, eine Anzahl von Körpern mit verschiedenen Höhen und Volumina zu schaffen. Sie sollten auch ein Ausdruck der Vielfalt des inneren Programmes des Museums sein". – Eduardo Souto de Moura

Haus der Geschichten Paula Rego

"Beim Vermessen und der Aufnahme des alten Baumbestandes entwickelte ich die Idee, eine Anzahl von Körpern mit verschiedenen Höhen und Volumina zu schaffen. Sie sollten auch ein Ausdruck der Vielfalt des inneren Programmes des Museums sein". – Eduardo Souto de Moura

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Jan Dimog)
"Die Verteilung der Körper erfolgte wie ein Abdruck eines Negativbildes, das sich außerhalb der Durchmesser der Baumwipfel ergibt. Dieses „Yang“- und „Yin“-Spiel, zwischen künstlich Geschaffenem und der Natur half mir auch bei der Entscheidung für roten Beton als Außenmaterial – die Kontrastfarbe zum Grün der Bäume." – Eduardo Souto de Moura

Haus der Geschichten Paula Rego

"Die Verteilung der Körper erfolgte wie ein Abdruck eines Negativbildes, das sich außerhalb der Durchmesser der Baumwipfel ergibt. Dieses „Yang“- und „Yin“-Spiel, zwischen künstlich Geschaffenem und der Natur half mir auch bei der Entscheidung für roten Beton als Außenmaterial – die Kontrastfarbe zum Grün der Bäume." – Eduardo Souto de Moura

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Hendrik Bohle)
2009 eröffnet, geplant von Eduardo Souto de Moura, Architekt und Pritzker-Preisträger.

Haus der Geschichten Paula Rego

2009 eröffnet, geplant von Eduardo Souto de Moura, Architekt und Pritzker-Preisträger.

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Jan Dimog)

Haus der Geschichten Paula Rego

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Der Beton wurde mit rotem Bayferrox-Pigmenten eingefärbt.

Haus der Geschichten Paula Rego

Der Beton wurde mit rotem Bayferrox-Pigmenten eingefärbt.

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Jan Dimog)
Abstrakt und archaisch reduziert, aber immer mit dem Blick auf die Geschichte der Region. Das weiß auch die Taube zu schätzen.

Haus der Geschichten Paula Rego

Abstrakt und archaisch reduziert, aber immer mit dem Blick auf die Geschichte der Region. Das weiß auch die Taube zu schätzen.

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Jan Dimog)
Im Inneren eines Pyramidenturms.

Haus der Geschichten Paula Rego

Im Inneren eines Pyramidenturms.

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Hendrik Bohle)
"Es war meine Absicht, dass jeder Ausstellungsraum eine Öffnung nach außen zum Garten haben sollte. Es ist nie zu viel oder falsch, die abstrakte und total künstliche, artifizielle Realität der zeitgenössischen Kunst der Realität, die uns umgibt, gegenüberzustellen." Eduardo Souto de Moura

Haus der Geschichten Paula Rego

"Es war meine Absicht, dass jeder Ausstellungsraum eine Öffnung nach außen zum Garten haben sollte. Es ist nie zu viel oder falsch, die abstrakte und total künstliche, artifizielle Realität der zeitgenössischen Kunst der Realität, die uns umgibt, gegenüberzustellen." Eduardo Souto de Moura

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Hendrik Bohle)
Raum für temporäre Ausstellungen der Kunst von Paula Rego.

Haus der Geschichten Paula Rego

Raum für temporäre Ausstellungen der Kunst von Paula Rego.

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Hendrik Bohle)

Haus der Geschichten Paula Rego

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Jan Dimog)
Rechts: die Tapisserie mit 250 x 650 cm-Größe zeigt das von Paula Rego erschaffene "Battle of Alcáer-Quibir, 1966". Links: Tapisserie-Betrachter und Architekt Hendrik Bohle.

Haus der Geschichten Paula Rego

Rechts: die Tapisserie mit 250 x 650 cm-Größe zeigt das von Paula Rego erschaffene "Battle of Alcáer-Quibir, 1966". Links: Tapisserie-Betrachter und Architekt Hendrik Bohle.

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Jan Dimog)
"Da ich mir die Gebäude zuerst als eine neutrale Summe von Körpern vorstellte, erfand ich eine Hierarchie durch die Einführung zweier großer Pyramiden in der Eingangsachse, das ist die Bibliothek und das Kaffeehaus. Sie haben eine gewisse Ähnlichkeit mit der historischen, portugiesischen Architektur und den Illustrationen der Revolutionsarchitektur von Boullée." – Eduardo Souto de Moura

Haus der Geschichten Paula Rego

"Da ich mir die Gebäude zuerst als eine neutrale Summe von Körpern vorstellte, erfand ich eine Hierarchie durch die Einführung zweier großer Pyramiden in der Eingangsachse, das ist die Bibliothek und das Kaffeehaus. Sie haben eine gewisse Ähnlichkeit mit der historischen, portugiesischen Architektur und den Illustrationen der Revolutionsarchitektur von Boullée." – Eduardo Souto de Moura

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Hendrik Bohle)
Der Begriff Revolutionsarchitektur bezeichnet eine Entwicklungsphase des Klassizismus – die Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts insbesondere in Frankreich. Ein Hauptvertreter war der Architekt Étienne-Louis Boullée, der in seinen Entwürfen konsequent auf funktionslose Ornamentierung verzichtete und einfache Formen wie Kugeln und Säulen ins Monumentale vergrößerte.

Haus der Geschichten Paula Rego

Der Begriff Revolutionsarchitektur bezeichnet eine Entwicklungsphase des Klassizismus – die Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts insbesondere in Frankreich. Ein Hauptvertreter war der Architekt Étienne-Louis Boullée, der in seinen Entwürfen konsequent auf funktionslose Ornamentierung verzichtete und einfache Formen wie Kugeln und Säulen ins Monumentale vergrößerte.

Bild vergrößern (Haus der Geschichten Paula Rego)(Abbildung © Jan Dimog)

»Über die Wahl des Ortes für das Museum war ich sehr glücklich. Diese Auswahl verstärkte noch mein Verantwortungsgefühl, nachdem mich die Malerin Paula Rego mit dem Projekt beauftragt hatte. «

Eduardo Souto de Moura

Die Architekturrecherche wurde unterstützt von Visit Cascais und TAP Portugal.

Cascais

Der einstige Fischerort liegt an einer sandigen Bucht des Atlantiks, etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon. Von dort kann Cascais (ausgesprochen: kasch-kaisch) per Autobahn oder mit der Eisenbahn erreicht werden. Beide Verkehrslinien enden hier. Seitdem das königliche Haus und die Aristokratie Lissabons den Ort Ende des 19. Jahrhunderts für sich entdeckten und danach auch das Bürgertum und Künstler wie Pessoa, hat er sich zu einem kosmopolitischen Küstenort entwickelt, dessen Restaurants, Yachthafen, Designboutiquen in der Altstadt und direkte Lage an einer Bucht viele Menschen anziehen. Die Lisboêtas und mit ihnen viele Touristen schätzen die drei Sandstrände und den Kontrast zur Eiseskälte des Atlantiks; das reichhaltige Kulturangebot mit mehreren Museen; die (Fisch)Kulinarik und vielen Cafés und Bars. Am 29. September 2013 wurden die Gemeinden Cascais und Estoril zur neuen Gemeinde União das Freguesias de Cascais e Estoril zusammengeschlossen. Cascais ist Sitz dieser neu gebildeten Gemeinde mit insgesamt über 206.000 Einwohnern.

Kulturzentrum Cascais (C. Cult. de Cascais)

Avenida Rei Humberto II de Itália, Nº16, 2750-800 Cascais. Täglich von 10–18 Uhr geöffnet, außer montags geschlossen.

Zitadelle von Cascais (Cidadela de Cascais)

Av. D. Carlos. Der Kunstbereich ist täglich geöffnet

Leuchtturm-Museum Santa Marta (Farol Museu de Sta. Marta Cascais)

Rua do Farol de Santa Marta, 2750-341 Cascais. Täglich von 10–17 Uhr geöffnet, außer montags und an Feiertagen.

Das Haus Santa Marta (Casa de Sta. Maria)

Rua do Farol de Santa Marta, 2750-341 Cascais. Täglich von 10–17 Uhr geöffnet, außer montags und an Feiertagen.

Museumsbibliothek und Palast der Grafen von Castro Guimarães (Museu-Biblio. dos Condes de Castro Guimarães)

Avenida Rei Humberto II de Itália, Parque Marechal Carmona, 2750-319 Cascais. Täglich von 10–17 Uhr geöffnet, außer montags und an Feiertagen.

Meeres-Museum (Museu do Mar Rei D. Carlos)

Rua Júlio Pereira de Mello, 2750-319 Cascais. Täglich von 10–17 Uhr geöffnet, außer montags und an Feiertagen.

Haus der Geschichten Paula Rego (Casa das Histórias Paula Rego)

Avenida da República, 300, 2750-475 Cascais. Täglich von 10–18 Uhr geöffnet. Von Oktober bis März: täglich von 10–18 Uhr, montags geschlossen.

Karte mit den Bauwerk(en)

Interaktive Karte mit Bauwerke(n):

Casa das Histórias Paula Rego (Eduardo Souto de Moura [PT. Cascais] ; 2009) |