Marsk tårnet

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Wie eine Doppelhelix schraubt sich der Marsk Tårnet in die südjütländische Marsch. Cortenstahl, Landschaft und weiter Horizont werden zu einer Einheit.. BIG Bjarke Ingels Group

Marsk tårnet Marsk tårnet

Zeitgenössisch — Dänemark | 

In der weiten Marschlandschaft Südjütlands scheint der Marsk Tårnet (Marsch-Turm) wie in die flache Landschaft gezeichnet. Die international tätige dänische Bjarke Ingels Group (BIG) setzte den rund 25 Meter hohen Aussichtsturm aus wetterfestem Cortenstahl pointiert in die von Wiesen und Feldern, Dünen, Wald und Heide geprägte Umgebung, ohne sie zu dominieren. Die rostroten Oberflächen verändern sich mit Licht, Wetter und Zeit und nehmen die erdigen Farbtöne der Landschaft auf.

Seine Form folgt einer sanften Doppelhelix: Zwei gegenläufige Treppenläufe winden sich umeinander, Auf- und Abstieg verlaufen getrennt und sind doch miteinander verflochten. Nach oben öffnen sich die Wege zunehmend und geben den Blick auf die Landschaft frei. Die organische Struktur des Turms erinnert an natürliche Bewegungen – an Strömungen, Wind oder die Gezeiten des nahe gelegenen Wattenmeers.

Seit 2021 steht der Marsk Tårnet im Marsk Camp nahe Skærbæk in Südjütland. Das rund zwölf Hektar große Areal verbindet Campingplätze, ein Restaurant und verschiedene Angebote rund um Naturerlebnis und Erholung. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick weit über die Marsch und bei klarer Sicht bis zu den Inseln des Wattenmeers. Ein Aufzug ermöglicht zudem den barrierefreien Zugang zur Plattform.

Der Marsk Tårnet verbindet eine skulpturale Form mit einer sehr konkreten Funktion: Er macht die Weite der Landschaft aus einer neuen Perspektive erfahrbar. Je nach Licht und Jahreszeit verändert der Cortenstahl sein Erscheinungsbild, während die offene Konstruktion den Blick auf Himmel, Marsch und Wattenmeer lenkt. So wird der Turm zum weithin sichtbaren Orientierungspunkt in einer Landschaft, deren eigentliche Dimension erst aus der Höhe erfahrbar wird.

Karte des Ortes mit Bauwerk