Day-to-Night Alex.
Day-to-Night Alex © Umesh Karki
Berlin Skyline Prenzlauer Berg.
Berlin Skyline Prenzlauer Berg © Umesh Karki
Fischerinsel Gewitter.
Fischerinsel Gewitter © Umesh Karki
Time Stack Brandenburger Tor.
Time Stack Brandenburger Tor © Umesh Karki

1. Bitte beschreibe Deine fotografisch-künstlerische Philosophie.

So eine "richtige" Philosophie habe ich nicht. Ich mache das, was mir Spaß macht. Ich versuche aber durch meine Arbeit die Dinge sichtbar zu machen, die das menschliche Auge sonst gar nicht wahrnimmt. Daher sind meine Projekte immer ein wenig "exotisch" wie z. B. Zeit- bzw. Raumraffer, Time Stacking, Day-To-Night usw. Es ist aber nicht so, dass mich Landschafts- oder Stadtfotografie gar nicht reizt. Ich liebe auch ganz normale Stadtfotografie, daher bin ich regelmäßig auf Balkonen und Dächern der Hochhäuser Berlins.

2. Woran arbeitest Du momentan und warum? Gibt es eine Arbeit, die Dir besonders wichtig ist?

Momentan nichts konkretes, da ich gerade mein Studium abgeschlossen habe. Es ist noch unklar wo mich die Reise hinführt. Ich möchte aber bis Ende des Jahres mindestens noch ein Zeitraffervideo veröffentlichen. Es wird entweder noch eine Folge von meinem "Berlin in Motion"-Projekt oder etwas komplett anderes. Ich habe zwei, drei Ideen in meinem Kopf, die ich umsetzen möchte. Wenn es mir gelingt, diese umzusetzen, wird das Video einzigartig sein. Mehr möchte ich aber nicht verraten. Nebenbei möchte ich weiterhin Time Stack und Day-To-Night-Projekte betreiben. Mir sind die Zeitraffer-Projekte besonders wichtig.

3. Hast Du in der Kunst und Fotografie Vorbilder? Wenn ja, warum?

Selbstverständlich habe ich viele Vorbilder und ich lass ich mich von ganz vielen Künstlern inspirieren. Rob Whitworth und Mayeul Akpovi möchte ich hier aber unbedingt nennen. Sie haben in den letzten fünf, sechs Jahren viele neue Zeitraffertechniken entwickelt. Ohne die beiden würden Zeitraffervideos vielleicht ein bisschen langweilig aussehen. Rob ist für mich momentan einer der besten Zeitrafferfotografen der Welt.

4. Du bist seit 2007 in Berlin und kennst andere Orte dieser Welt: bitte beschreibe, was Berlin für Dich ausmacht und wie es sich in den letzten Jahren entwickelt hat.

Berlin ist meine zweite Heimat. Die Coolness, Toleranz, das Multikulturelle und die Berliner Schnauze machen für mich die Stadt aus. Nicht zu vergessen: die "grüne Seite". Allerdings hat die Stadt seit 2007 ein wenig von ihrer Coolness verloren, vielleicht ist alles auch ein wenig unsicherer geworden und sie hat sich mehr und mehr in eine Baustelle verwandelt. Für Fotografen ist das besonders nervig, da Baukräne und Baustellen die schönen Aussichten auf Berliner Wahrzeichen stören.

5. Was ist Dein Lieblingsort in Berlin und warum?

Das ist nicht einfach zu beantworten, da ich viele Lieblingsorte in Berlin habe, abhängig von der Jahreszeit oder der Situation. Aber wenn ich das allgemein beantworten müsste, dann ist es die Gegend um die Spree im Friedrichshain, weil es extrem viel zu bieten hat. Deshalb bin ich dort ziemlich oft unterwegs, egal, ob ich feier, fotografiere, spazieren gehe oder einfach mit Freunden abhänge.

Berlin In Motion 2014 (Part II) von Umesh Karki

Umesh Karki.  "Über 20.000 Fotos und über 350 GB waren für mein Berliner Time lapse / Hyperlapse-Projekt nötig", so beschreibt er die Arbeit an dem Video.
Umesh Karki "Über 20.000 Fotos und über 350 GB waren für mein Berliner Time lapse / Hyperlapse-Projekt nötig", so beschreibt er die Arbeit an dem Video.

Mehr Infos: uPic – Photography

Von Jan Dimog Autor, Redakteur und (Foto)Journalist, veröffentlicht am .