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© Jan Dimog

"Hände weg vom Wedding" ist eine Ansage. Vielleicht auch ein Versprechen. Wir wollen nicht ein zweites Kreuzkölln werden. Oder Kreuzmitte. Weggentrifiziert, nur weil Wedding auch gefühltes B-Mitte ist, zumindest teilweise. Und doch kriecht es vom gründerzeitfassadenglattgeleckten Prenzlauer Berg hinüber, das andere, neue Berlin. Vielleicht wird man irgendwann auch moabitisiert. Aber nicht mit dem Wedding, der ja schon seit den 1990er "im kommen ist." Wer entscheidet das eigentlich und warum muss ein Stadtteil kommen? "Hände weg vom Wedding" ist ein Zusammenschluss unterschiedlichster Menschen, die mit den Entwicklungen im Stadtteil nicht einverstanden sind. Sie wenden sich explizit gegen soziale Ausgrenzung im Wedding und verstehen sich als antirassistische Organisation. Auf der Website der Gruppe und der Facebook-Seite erläutert "Hände weg vom Wedding" ihre Vorstellung von einem besseren Zusammenleben und erfährt so, warum das andere, neue Berlin nicht das Berlin des Weddings ist.

Von Jan Dimog Autor, Redakteur und (Foto)Journalist, veröffentlicht am .