Vienna House Easy Wuppertal und Schwimmoper – Schwungvoll
Reportage / Übernachten:Die Buchung
Die Buchung erfolgt umkompliziert und übersichtlich über das Buchungsportal der Hotelkette. Extrawünsche werden zackig auch über E-mail problemlos beantwortet. Die Webpage informiert zusätzlich kurz und knackig über Wuppertals Sehenswürdigkeiten und die wichtigsten Ziele. Bezahlt wird über Kreditkarte oder bar vor Ort.
Das Check-In
Der Gast erhält etwa zwei Tage vor Anreise eine Benachrichtung mit der Möglichkeit eines zeitsparenden Web-Check-In, der den Ablauf vor Ort merklich verkürzt. Als zusätzlichen Service gibt es eine Wegbeschreibung, Wissenswertes zum Hotel und einen aktuellen Wetterbericht. Der Empfang in der Lobby ist äußerst freundlich; räumlich, atmosphärisch und persönlich. Wem die Räume zu „leblos“ erscheinen, kann sich eine Grünpflanze mit aufs Zimmer nehmen. Eine botanische Auswahl gedeiht im Foyer.
Das Zimmer
Die Suite im obersten Stock ist großzügig und frisch. Wenig Holz kontrastiert mit Textilien in Blau- und Gelbtönen. Überall finden sich lokale Bezüge, grafisch aufgearbeitet. Die Aussicht ist fantastisch. Im Norden rumpelt die Schwebebahn über die Wupper. Gleich dahinter glüht das Luisenviertel, angeblich mit der höchsten Kneipen-, Café-, Frisör- und Kugummidichte des Planeten. Im Westen ragt die Stadtsparkasse von Paul Schneider-Esleben in die Höhe. Im Norden thront die historische Stadthalle, weltweit gerühmt für ihre ausgezeichnete Akustik.
Die Architektur
Das Gebäude selbst ist nüchtern und wenig spektakulär. Es wurde 1999 errichtet und 2017 rundumerneuert. Umso mehr Wert wurde auf das Interior Design gelegt. Und das ist nach eigener Aussage smart, casual und down-to-earth. Stimmt! Hier geht’s angenehm locker zu. Im Eingangsbereich gibt es verschiedene Bereiche für informelle Treffen. Lounges, Besprechungsmöbel oder kleine Tischchen für die schnelle Skatrunde. Statt der spießigen Minibar im Schrank steht in der Lobby ein smarter Minishop mit Snacks und Getränken bereit. Ein riesiger Tafelstadtplan informiert über Wuppertal.
Highlight des Hauses ist aber sicherlich die freie Nutzung der benachbarten Schwimmoper. Ein „Spa-Bereich“ ganz besonderer Art. Errichtet wurde sie 1957 vom Ingenieur Fritz Leonhardt und dem Architekten Friedrich Hetzelt. Letzterer bewegte sich in jungen Jahren im Dunstkreis von Speer und Göring. Später war er maßgeblich für den Wiederaufbau von Oberhausen und Wuppertal verantwortlich. Eigentlich sollte an gleicher Stelle die Barmener Oper wiedererrichtet werden. Es kam anders. Man entschied sich für den Bau eines Stadtbades, das so den ungewöhnlichen Namen Schwimmoper Wuppertal erhielt. Heute wird hier geplanscht statt musiziert. Vorbild des streng symmetrischen Baus war das Olympia-Schwimmstadion von Melbourne. Das filigrane Hängedach aus einer leicht gekrümmten Betonschale war damals der neueste Schrei. Die Zugbänder, die die ganze Halle zusammenhalten, werden über Betonbinder unter den Schwimmbecken abgeleitet. Beidseitig wurden steil emporragende Tribünen angefügt. Mit ihrer expressiven Form, den geschwungenen Linien und ihrer großzügigen Transparenz wirkt die Schwimmoper leicht und heiter. Nicht zuletzt deshalb ist das markante Gebäude wohl eines der beeindruckendsten Zeugnisse Wuppertaler Baugeschichte.
Unsere redaktionell unabhängige Hotel- und Schwimmoper-Recherche verdanken wir der Einladung des Vienna House Easy Wuppertal
Vienna House Easy Wuppertal
Kategorie Business-, Kongress- und Seminarhotel sowie Stadttourismus. Adresse: Auf dem Johannisberg 1, 42103 Wuppertal, Deutschland, Tel. +49 202 4967 0
Wuppertal
ist mit 350.046 Einwohnern (31. Dezember 2015) die größte Stadt und das Industrie-, Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturzentrum des Bergischen Landes. Die „Großstadt im Grünen“ liegt südlich des Ruhrgebiets und ist eines der Oberzentren des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt wurde zum 1. August 1929 durch Vereinigung der kreisfreien Städte Elberfeld (Großstadt seit etwa 1883) und Barmen (Großstadt seit etwa 1884) sowie der Städte Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel unter dem Namen Barmen-Elberfeld als kreisfreie Stadt gegründet und im Jahr 1930 nach einer Bürgerbefragung in Wuppertal umbenannt, womit die geografische Lage der Stadt am Flusstal zum Ausdruck gebracht wurde. Die Topografie wird durch das Tal der Wupper geprägt, die sich rund 20 km durch das Stadtgebiet windet und deren steile Hänge oft bewaldet sind. Die südlichen Stadtteile gehen in die Wiesen und Wälder des Bergischen Landes über. Mit einem Grünflächenanteil von über einem Drittel gilt Wuppertal als Deutschlands grünste Großstadt. Als „Wiege der Industrialisierung in Deutschland“ ist die Stadt aber auch reich an großen Villenvierteln und Wohnhäusern aus der Gründerzeit: Etwa 4.500 Baudenkmale befinden sich im Stadtgebiet. Neben der seit 1901 bestehenden Schwebebahn ist die Universitätsstadt bekannt für das international renommierte Tanztheater Pina Bausch, den Zoologischen Garten, die Historische Stadthalle, das Von der Heydt-Museum für bildende Kunst, das Historische Zentrum mit dem Opernhaus, den Skulpturenpark Waldfrieden, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, weitreichende Parkanlagen und Wälder mit Deutschlands größtem Arboretum und die größte Konfessionsvielfalt Deutschlands (Wikipedia).
Friedrich Hetzelt
Geboren 26. Juli 1903 in Liegnitz; gestorben 27. November 1986 in Wuppertal. Deutscher Architekt und Baubeamter. Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Berlin, das er 1926 mit dem Diplom beendete. 1929 schloss er die zweite Staatsprüfung für das Hochbauwesen erfolgreich ab und wurde 1930 zum Regierungsbaumeister (Assessor) in der Hochbauabteilung des Preußischen Finanzministeriums ernannt. 1936 folgte die Beförderung zum Regierungsbaurat, 1937 zum Oberbaurat und 1941 zum Oberregierungs- und Baurat. 1942 wurde Hetzelt nach dem Umbau der alten und dem Neubau der italienischen Botschaft in Berlin zum Professor ernannt und von Albert Speer an den Plänen zur Neugestaltung der Reichshauptstadt beteiligt. Im Winter 1943 erfolgte eine Berufung in den Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte. Diese Berufung wurde im Februar 1944 mit einem Schreiben Albert Speers spezifiziert, in dem er als Planer für Kassel, Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen vorgesehen wurde. Nach Kriegsende ging Hetzelt zunächst als Beigeordneter für Planen und Bauen nach Oberhausen, wo er das zerstörte Theater wieder aufbaute, bis er 1953 vom Rat der Stadt Wuppertal für die gleiche Aufgabe auf zwölf Jahre berufen wurde. Die Amtszeit wurde später durch Wiederwahl bis in das Jahr 1968 verlängert, in dem er in den Ruhestand ging. In dieser Zeit plante er in Wuppertal unter anderem das Neubaugebiet Uellendahl und die „Schwimmoper“. Der ebenfalls von ihm entworfene Teil-Neubau des Wuppertaler Opernhauses wurde am 14. Oktober 1956 im Beisein des Bundespräsidenten Theodor Heuss eingeweiht (Wikipedia).