Vienna House Easy Wuppertal.  Vienna House wurde 1989 gegründet und ist Österreichs größte unabhängige Hotelgruppe mit 31 Hotels in acht Ländern.
Vienna House Easy Wuppertal Vienna House wurde 1989 gegründet und ist Österreichs größte unabhängige Hotelgruppe mit 31 Hotels in acht Ländern. © Hendrik Bohle

Die Buchung

Die Buchung erfolgt umkompliziert und übersichtlich über das Buchungsportal der Hotelkette. Extrawünsche werden zackig auch über E-mail problemlos beantwortet. Die Webpage informiert zusätzlich kurz und knackig über Wuppertals Sehenswürdigkeiten und die wichtigsten Ziele. Bezahlt wird über Kreditkarte oder bar vor Ort.

Das Check-In

Der Gast erhält etwa zwei Tage vor Anreise eine Benachrichtung mit der Möglichkeit eines zeitsparenden Web-Check-In, der den Ablauf vor Ort merklich verkürzt. Als zusätzlichen Service gibt es eine Wegbeschreibung, Wissenswertes zum Hotel und einen aktuellen Wetterbericht. Der Empfang in der Lobby ist äußerst freundlich; räumlich, atmosphärisch und persönlich. Wem die Räume zu „leblos“ erscheinen, kann sich eine Grünpflanze mit aufs Zimmer nehmen. Eine botanische Auswahl gedeiht im Foyer.

Das Zimmer

Die Suite im obersten Stock ist großzügig und frisch. Wenig Holz kontrastiert mit Textilien in Blau- und Gelbtönen. Überall finden sich lokale Bezüge, grafisch aufgearbeitet. Die Aussicht ist fantastisch. Im Norden rumpelt die Schwebebahn über die Wupper. Gleich dahinter glüht das Luisenviertel, angeblich mit der höchsten Kneipen-, Café-, Frisör- und Kugummidichte des Planeten. Im Westen ragt die Stadtsparkasse von Paul Schneider-Esleben in die Höhe. Im Norden thront die historische Stadthalle, weltweit gerühmt für ihre ausgezeichnete Akustik.

Vienna House Easy Wuppertal.  Das Unternehmen definiert sich als "individuelle Stadt-, Business- und Resorthotels. Hotels mit eigenem Charakter, aber mit den gleichen Werten und dem besonderen Gespür für zeitgemäßen Stil, kreativer Meetingkultur und hochklassiger Gastfreundschaft."
Vienna House Easy Wuppertal Das Unternehmen definiert sich als "individuelle Stadt-, Business- und Resorthotels. Hotels mit eigenem Charakter, aber mit den gleichen Werten und dem besonderen Gespür für zeitgemäßen Stil, kreativer Meetingkultur und hochklassiger Gastfreundschaft." © Hendrik Bohle
Vienna House Easy Wuppertal.  Minishop statt Minibar
Vienna House Easy Wuppertal Minishop statt Minibar © Hendrik Bohle
Vienna House Easy Wuppertal.  Mittendrin
Vienna House Easy Wuppertal Mittendrin © Hendrik Bohle
Vienna House Easy Wuppertal.  Ungezwungen
Vienna House Easy Wuppertal Ungezwungen © Hendrik Bohle
Vienna House Easy Wuppertal.  Zimmerpflanzen
Vienna House Easy Wuppertal Zimmerpflanzen © Hendrik Bohle
Vienna House Easy Wuppertal.  hatte uns zum Aufenthalt an der Wupper eingeladen.
Vienna House Easy Wuppertal hatte uns zum Aufenthalt an der Wupper eingeladen. © Jan Dimog
Vienna House Easy Wuppertal.  Wir waren in der Junior Suite untergebracht.
Vienna House Easy Wuppertal Wir waren in der Junior Suite untergebracht. © Jan Dimog
Vienna House Easy Wuppertal.  Bequeme Boxspringbetten
Vienna House Easy Wuppertal Bequeme Boxspringbetten © Jan Dimog
Vienna House Easy Wuppertal.  Lokale Dekoelemente
Vienna House Easy Wuppertal Lokale Dekoelemente © Jan Dimog
Vienna House Easy Wuppertal.  Nachhaltig
Vienna House Easy Wuppertal Nachhaltig © Hendrik Bohle
Vienna House Easy Wuppertal.  Griffig
Vienna House Easy Wuppertal Griffig © Jan Dimog
Vienna House Easy Wuppertal.  Hängend
Vienna House Easy Wuppertal Hängend © Jan Dimog
Vienna House Easy Wuppertal.  Panorama ins Tal
Vienna House Easy Wuppertal Panorama ins Tal © Jan Dimog
Vienna House Easy Wuppertal.  Ausblick auf die historische Stadthalle
Vienna House Easy Wuppertal Ausblick auf die historische Stadthalle © Jan Dimog

Die Architektur

Das Gebäude selbst ist nüchtern und wenig spektakulär. Es wurde 1999 errichtet und 2017 rundumerneuert. Umso mehr Wert wurde auf das Interior Design gelegt. Und das ist nach eigener Aussage smart, casual und down-to-earth. Stimmt! Hier geht’s angenehm locker zu. Im Eingangsbereich gibt es verschiedene Bereiche für informelle Treffen. Lounges, Besprechungsmöbel oder kleine Tischchen für die schnelle Skatrunde. Statt der spießigen Minibar im Schrank steht in der Lobby ein smarter Minishop mit Snacks und Getränken bereit. Ein riesiger Tafelstadtplan informiert über Wuppertal.
Highlight des Hauses ist aber sicherlich die freie Nutzung der benachbarten Schwimmoper. Ein „Spa-Bereich“ ganz besonderer Art. Errichtet wurde sie 1957 vom Ingenieur Fritz Leonhardt und dem Architekten Friedrich Hetzelt. Letzterer bewegte sich in jungen Jahren im Dunstkreis von Speer und Göring. Später war er maßgeblich für den Wiederaufbau von Oberhausen und Wuppertal verantwortlich. Eigentlich sollte an gleicher Stelle die Barmener Oper wiedererrichtet werden. Es kam anders. Man entschied sich für den Bau eines Stadtbades, das so den ungewöhnlichen Namen Schwimmoper Wuppertal erhielt. Heute wird hier geplanscht statt musiziert. Vorbild des streng symmetrischen Baus war das Olympia-Schwimmstadion von Melbourne. Das filigrane Hängedach aus einer leicht gekrümmten Betonschale war damals der neueste Schrei. Die Zugbänder, die die ganze Halle zusammenhalten, werden über Betonbinder unter den Schwimmbecken abgeleitet. Beidseitig wurden steil emporragende Tribünen angefügt. Mit ihrer expressiven Form, den geschwungenen Linien und ihrer großzügigen Transparenz wirkt die Schwimmoper leicht und heiter. Nicht zuletzt deshalb ist das markante Gebäude wohl eines der beeindruckendsten Zeugnisse Wuppertaler Baugeschichte.

Schwimmoper Wuppertal.  Entwurf von Friedrich Hetzelt, Fertigstellung: 1957
Schwimmoper Wuppertal Entwurf von Friedrich Hetzelt, Fertigstellung: 1957 © Jan Dimog
Schwimmoper Wuppertal.  Das öffentliche Bad feiert 2017 sein sechzigstes Jubiläum.
Schwimmoper Wuppertal Das öffentliche Bad feiert 2017 sein sechzigstes Jubiläum. © Jan Dimog
Schwimmoper Wuppertal.  Die seitlichen Fassaden sind vollflächig verglast.
Schwimmoper Wuppertal Die seitlichen Fassaden sind vollflächig verglast. © Jan Dimog
Schwimmoper Wuppertal.  Filigranes Hängedach mit beidseitig angefügten Tribünen.
Schwimmoper Wuppertal Filigranes Hängedach mit beidseitig angefügten Tribünen. © Jan Dimog
Schwimmoper Wuppertal.  hat ein Fassungsvermögen von 1.600 Menschen.
Schwimmoper Wuppertal hat ein Fassungsvermögen von 1.600 Menschen. © Hendrik Bohle
Schwimmoper Wuppertal.  Vorbild des streng symmetrischen Baus war das Olympia-Schwimmstadion von Melbourne.
Schwimmoper Wuppertal Vorbild des streng symmetrischen Baus war das Olympia-Schwimmstadion von Melbourne. © Jan Dimog
Schwimmoper Wuppertal.  Die feinen Geländer sind noch im Original erhalten.
Schwimmoper Wuppertal Die feinen Geländer sind noch im Original erhalten. © Jan Dimog

Unsere redaktionell unabhängige Hotel- und Schwimmoper-Recherche verdanken wir der Einladung des Vienna House Easy Wuppertal

Von Hendrik Bohle Architekt, Autor und Stadtforscher, veröffentlicht am .