"Wir müssen erkennen, daß die Industrie mit ihren gewaltigen Bauten nicht mehr ein störendes Glied in unserem Stadtbild und in der Landschaft ist, sondern ein Symbol der Arbeit, ein Denkmal der Stadt, das jeder Bürger mit wenigstens ebenso großem Stolz dem Fremden zeigen soll, wie seine öffentlichen Gebäude."

Fritz Schupp, Architekt, 1929

Auf unserer Tour durch einen Teil der Route der Industriekultur waren wir auf SciFi-Halden, in Edelzechen und Hightech-Museen. Die Landmarken, Umbauten und Parks sind das Ergebnis von weitsichtigen Planungen, mutiger (Bau)Politik, fantasievollen Entwürfen, dem langen Atem der Beteiligten und dem Willen der Menschen zu Veränderungen. Kaum zu glauben, dass das hier noch vor wenigen Jahrzehnten ein Wrack-Winkel der Republik war. Düster standen hier die Überbleibsel der einst so stolzen Montanindustrie. Wer die alten Gasometer, Fördertürme und Hochöfen in der Metropole Ruhr zum ersten Mal besucht, trifft natürlich auf stolze Malocherstories und Episches aus dem Bergbau. Selbstverständlich war der Strukturwandel nicht innerhalb weniger Jahre vollzogen, sondern dauerte Jahrzehnte und brachte Massenarbeitslosigkeit, Verödung und Verarmung.
Doch die Zeugen der 150-jährigen industriellen Vergangenheit des Ruhrpotts stehen heute saniert und verändert da. Und imponieren. Zum Glück sind die alten Produktionsstätten keine keimfrei-musealen Industriedenkmäler, sondern wurden in ihren Funktionen umgedeutet, angepasst und verändert. Vielleicht gibt es auch deswegen keine Wehmut, zumindest nicht für mich wahrnehmbar. Denn der tiefgreifende Umbruch ist keineswegs abgeschlossen, auch können Probleme der Region nicht mit Sanierungen und Umbaumaßnahmen wegpoliert werden. Trotzdem haben Meilensteine wie z. B. die „Internationale Bauausstellung Emscher Park“ von 1989–1999, die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 und die REGIONALEN wichtige Impulse für die Neudefinition nicht nur der alten Industrieanlagen, sondern auch für die Identität einer ganzen Region gesorgt.
Statt Wrackistan nun also Ruhr reloaded. Die Montanindustrie ist tot, es lebe der Mountainpark. Die neuen, alten Anlagen haben sich zu lebendigen Kulturräumen entwickelt, zu denen die Fitten und Flotten sommers wie winters hinradeln, die kunsthistorisch Beflissenen hinpilgern, die Familien hineilen. Weil sie großartige Ausblicke auf diese 5,2 Millionen zählende Stadtlandschaft bieten, weil sie das industriekulturelle Erbe eindrücklich veranschaulichen und weil sie Natur, Kultur und Stadt zusammenführen. Wo früher geschuftet wurde und die Erde eine Kraterlandschaft war, stehen futuristische Giganten-Installationen, werden Konzerte veranstaltet und rollern Wochenend-Sportler gegen ihre Büropfunde an. Bei unserer Tour durch einen Teil der insgesamt 400 km langen Route der Industriekultur mit seinen 25 Höhepunkten („Ankerpunkte“) und den 17 Panoramen haben wir uns auch von architektonisch, baukulturellen Besonderheiten leiten lassen. Manchmal jedoch hatten wir einfach nur Lust auf diese Pott-Mischung aus Denkmalidylle, Bergbaureminiszenz und modellierter Stadtlandschaft. Diese Revier-Mixtur schafft es, einen zeitgleich in Kultursphären zu bringen und mit Planet Ruhr zu erden, das Rauschen der nächsten, vielbefahrenen Straße ist garantiert nicht weit. Es ist dieser Sound der Route, seine kraftvollen Installationsfantasien, die Verweise auf die ruhm- und entbehrungsreiche Geschichte und das Ringen und Bemühen um Identität, die diese Region tatsächlich zu einem SciFi-Park machen. Oder wie man hier sagen würde: Hömma, es geht mit Schmackes gen Zukunft!

Zeche Zollverein.  Das UNESCO Weltkulturerbe ist zentrale Anlaufstelle der Route der Industriekultur. Entwurf: Fritz Schupp und Martin Kremmer. Fertigstellung der Schachtanlage 12 und weiterer Anlagen: 1931.
Zeche Zollverein Das UNESCO Weltkulturerbe ist zentrale Anlaufstelle der Route der Industriekultur. Entwurf: Fritz Schupp und Martin Kremmer. Fertigstellung der Schachtanlage 12 und weiterer Anlagen: 1931. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Die im Stil des Neuen Bauens entworfenen Gebäude sind symmetrisch angeordnet und bis ins Detail funktional und rational aufgebaut.
Zeche Zollverein Die im Stil des Neuen Bauens entworfenen Gebäude sind symmetrisch angeordnet und bis ins Detail funktional und rational aufgebaut. © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Mit Klinkern ausgefachtes Stahlfachwerk
Zeche Zollverein Mit Klinkern ausgefachtes Stahlfachwerk © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Das Steinkohlebergwerk wurde ...
Zeche Zollverein Das Steinkohlebergwerk wurde ... © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  ... von 1851 bis 1986 betrieben und ...
Zeche Zollverein ... von 1851 bis 1986 betrieben und ... © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  ... wurde ab 1986 für viele Jahre umgebaut.
Zeche Zollverein ... wurde ab 1986 für viele Jahre umgebaut. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Die Ernennung zum UNESCO-Welterbe 2001 war der Beginn für den weiteren Ausbau des Geländes
Zeche Zollverein Die Ernennung zum UNESCO-Welterbe 2001 war der Beginn für den weiteren Ausbau des Geländes © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Das Kesselhaus (Fertigstellung: 1929) von Schupp und Kremmer
Zeche Zollverein Das Kesselhaus (Fertigstellung: 1929) von Schupp und Kremmer © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Der britische Architekt Norman Foster baute es zum Red Dot Design Museum um. Fertigstellung: 1996.
Zeche Zollverein Der britische Architekt Norman Foster baute es zum Red Dot Design Museum um. Fertigstellung: 1996. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Sachlich-funktionaler Industriebau
Zeche Zollverein Sachlich-funktionaler Industriebau © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Die lange Gangway führt hoch zum Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche
Zeche Zollverein Die lange Gangway führt hoch zum Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Für den aufwendigen und komplizierten Umbau war der niederländische Architekt Rem Koolhaas mit seinem Büro OMA (zusammen mit Böll und Krabel Architekten aus Essen) zuständig.
Zeche Zollverein Für den aufwendigen und komplizierten Umbau war der niederländische Architekt Rem Koolhaas mit seinem Büro OMA (zusammen mit Böll und Krabel Architekten aus Essen) zuständig. © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Treppengang zum Portal der Industriekultur
Zeche Zollverein Treppengang zum Portal der Industriekultur © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Das Portal informiert über das industriekulturelle Angebot der Metropole Ruhr und NRWs
Zeche Zollverein Das Portal informiert über das industriekulturelle Angebot der Metropole Ruhr und NRWs © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Das Haupttreppenhaus im Rohkohlenbunker der ehemaligen Kohlenwäsche
Zeche Zollverein Das Haupttreppenhaus im Rohkohlenbunker der ehemaligen Kohlenwäsche © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Farbcode Orange, gestaltet vom Lichtplanungsbüro "Licht Kunst Licht" aus Bonn und Berlin
Zeche Zollverein Farbcode Orange, gestaltet vom Lichtplanungsbüro "Licht Kunst Licht" aus Bonn und Berlin © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  LED-Profile leiten durch das Treppenhaus, das alle Ausstellungsebenen miteinander verbindet.
Zeche Zollverein LED-Profile leiten durch das Treppenhaus, das alle Ausstellungsebenen miteinander verbindet. © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Lichtbänder, die an Hitze, Glut und Stahl erinnern
Zeche Zollverein Lichtbänder, die an Hitze, Glut und Stahl erinnern © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Das Ausstellungskonzept stammt von hg merz aus Berlin und Stuttgart.
Zeche Zollverein Das Ausstellungskonzept stammt von hg merz aus Berlin und Stuttgart. © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Der Färbergarten Zollverein ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Zollverein, des Ruhr Museums und der global agierenden Netzwerkinitiative sevengardens.
Zeche Zollverein Der Färbergarten Zollverein ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Zollverein, des Ruhr Museums und der global agierenden Netzwerkinitiative sevengardens. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Auch hier zeigt sich die Gestaltung im Sinne des Neuen Bauens: klar, sachlich, ornamentfrei.
Zeche Zollverein Auch hier zeigt sich die Gestaltung im Sinne des Neuen Bauens: klar, sachlich, ornamentfrei. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  PACT Zollverein (Performing Arts Choreographisches Zentrum NRW Tanzlandschaft Ruhr) ist seit 2002 ein choreographisches Zentrum in der ehemaligen Waschkaue
Zeche Zollverein PACT Zollverein (Performing Arts Choreographisches Zentrum NRW Tanzlandschaft Ruhr) ist seit 2002 ein choreographisches Zentrum in der ehemaligen Waschkaue © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Das gesamte Schupp-Kremmer-Areal war ...
Zeche Zollverein Das gesamte Schupp-Kremmer-Areal war ... © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  ... schon kurz nach Fertigstellung aufgrund seiner durchdachten, sachlichen Gestaltung berühmt und wurde zur ...
Zeche Zollverein ... schon kurz nach Fertigstellung aufgrund seiner durchdachten, sachlichen Gestaltung berühmt und wurde zur ... © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  ... Ikone der Montanarchitektur
Zeche Zollverein ... Ikone der Montanarchitektur © Hendrik Bohle

Star-Zeche und Kulturkosmos

Diese Welterbestätte ist ein Superlativ. Die größte erhaltene Zeche des Ruhrgebiets vereint bergbauliche Arbeits-, Produktions- und Lebenswelten wie keine andere. Das ehemalige Bergwerk Zollverein im Essener Norden erstreckt sich über mehrere Stadtteile. Von der Gründung 1848 bis zur Stilllegung 1986 war es eines der größten, technisch modernsten und architektonisch aufwendigsten Zechen des Reviers. Zollverein ist das Symbol des Ruhrbergbaus schlechthin und ein gebautes Dokument der deutschen Industrie- und Bergbaugeschichte, maßgeblich von Ingenieuren und Architekten geprägt.
Heute besteht das Areal aus 5 Schachtanlagen mit 12 Schächten. Schacht 12 wurde von 1928–1932 gebaut, um die Kohle der anderen 4 Schachtanlagen zentral aufzubereiten. Als Vertreter des Neuen Bauens basierte die Idee der Architekten Fritz Schupp (1896–1974) und Martin Kremmer (1894–1945) auf einem funktionalen Entwurf, der Platz für Flexibilität ließ. Trotz der Komplexität an die Anforderungen eines Großzechenbetriebes, der Ausdehnung des Areals und der massiven Größe der Gebäude ist auch heute noch die symmetrische Anordnung der Bauten mit klaren Blickachsen deutlich wahrnehmbar. Insgesamt 20 Gebäude bildeten die Abläufe der Kohleförderung nach dem Bauhaus-Prinzip „form follows function“ ab: ornamentfrei, sachlich und bis ins Detail durchdacht. Schupp und Kremmer gelten als die bedeutendsten deutschen Architekten von Bergwerksanlagen des 20. Jahrhundert. Schupp plante insgesamt 69 Industrieanlagen.
2001 wurde das Areal als „Industriekomplex Zeche Zollverein“ in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Umnutzung des Komplexes zeigt die Rolle des Ruhrgebiets als Vorreiter. Und auch das zweite Leben von Zollverein wird durch Architekten und Ingenieure geprägt. Wichtige Umbauten sind der Kesselhaus (1996) nach Plänen von Sir Norman Foster und des Essener Büros Heinrich Böll und Hans Krabel. Das Ergebnis ist eine Industrie-Architektur, die Glas, Beton, Stahltreppen, Altes und Neues zusammenführt.
Von 1999–2000 baute der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler die zweigeschossige Waschkaue zum Choreographischen Zentrum NRW (heute PACT Zollverein). Das Ziel: Sanierung, Umbau und Rekonstruktion mit minimalen Eingriffen, um die originale Substanz zu erhalten.
2001 präsentierte der Rotterdamer Architekt Rem Koolhaas mit seinem Office for Metropolitan Architecture (OMA) das Konzept für den weiteren Ausbau des Gesamtareals. Kern des Masterplans ist die Entwicklung hin zu einem Design- und Kulturstandort mit neuen Wegen und Erweiterungen, die die Bestandsbauten in ihrer Wirkung belassen. Hinzu kamen Neudefinitionen von Funktionen.
2006 wurde der Umbau der Kohlenwäsche nach dem Entwurf von OMA (mit Böll und Krabel) fertiggestellt. Augenfälligstes Merkmal ist die langgestreckte Gangway mit der Rolltreppe mit dem die Besucher direkt zum Eingang des Ruhr Museum auf 24 Meter Höhe gelangen. Die Kohlenwäsche ist das größte Gebäude auf Zollverein und 90 Meter lang, 30 Meter breit und 40 Meter hoch. Der Umbau dieses komplexen Übertagegebäudes erforderte Kompromisse. Die Maschinerie im oberen Teil blieb weitgehend erhalten und die Fassade wurde um einige Zentimeter nach außen versetzt.
Beim Stichwort „Komplexität“ sind wir bei unserem Rat angelangt: da diese Star-Zeche Kleinstadt, Kulturkosmos und ein Park der Baukünste ist, sollten Sie sich nicht zu viel für Ihren Besuch vornehmen, erst recht wenn Sie zum ersten Mal kommen. Das Gelände ist über 100 Hektar groß. Allein das Ruhr Museum, Schaufenster und Gedächtnis der Metropole Ruhr, zeigt in der Dauerausstellung 6.000 Exponate zur Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets. Neben Zeit für die umfangreiche Sammlung zur Industrie- und Sozialgeschichte – mit einer angenehm zurückhaltenden und zugleich eigenständigen Gestaltung durch hg merz Architekten – sollte man Muße für die Innenarchitektur mitbringen und sich am rotorange illuminierten Treppenhaus im Rohkohlenbunker erfreuen. Ebenfalls Teil der riesenhaften Kohlenwäsche ist das Portal der Industriekultur, wo der Panoramafilm „RUHR 360°“ gezeigt wird, mehr filmästhetische Erfahrung, denn Faktenshow, dafür sinnlich und authentisch. Am besten konzentrieren Sie sich auf zwei, drei Punkte und Gebäude und kommen wieder. Um zum Beispiel drei weitere Bauten zu besichtigen: den 34 Meter hohen Betonwürfel der Pritzker-Preisträger von SANAA (Fertigstellung 2006) mit den verspielt wirkenden und wie zufällig angeordneten 134 Fensteröffnungen; das Ende Oktober 2017 eröffnete Quartier Nord von MGF Architekten und Wenzel + Wenzel Freie Architekten mit der hermetischen Stahl-Glas-Fassade und wer als Traditionalist grundsätzlich keine Neubauten (oder lieber Rekonstruktivismus) mag, sollte zur Kokerei Zollverein, die einst größte und modernste ihrer Art bei der Eröffnung 1961. Doch Vorsicht, auch hier gibt es Neuerungen: das Werksschwimmbad ist seit 2001 Teil des Kunstprojekts „Zeitgenössische Kunst und Kritik“ der Frankfurter Künstler Dirk Paschke und Daniel Milohnic und beliebtes Bade-Ziel während der Sommerferien in NRW. Spaß muss sein. Auch im Superlativ.

Zeche Zollverein.  Das SANAA-Gebäude wurde 2006 fertiggestellt.
Zeche Zollverein Das SANAA-Gebäude wurde 2006 fertiggestellt. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Das von Kazuyo Sejima and Ryue Nishizawa 1995 gegründete Büro ist preisgekrönt und ...
Zeche Zollverein Das von Kazuyo Sejima and Ryue Nishizawa 1995 gegründete Büro ist preisgekrönt und ... © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  ... gewann 2010 die wichtigste Architekturauszeichnung der Welt: den Pritzker Preis.
Zeche Zollverein ... gewann 2010 die wichtigste Architekturauszeichnung der Welt: den Pritzker Preis. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Unterstützt wurde SANAA (Sejima and Nishizawa and Associates) von den Architekten Nicole Berganski, Böll und Krabel.
Zeche Zollverein Unterstützt wurde SANAA (Sejima and Nishizawa and Associates) von den Architekten Nicole Berganski, Böll und Krabel. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Der Solitär ist Teil des Zechen-Ensembles und fungiert als eine Art Leuchtturm-Bau, trotz (oder wegen) seiner 34 Meter hohen Kubus-Massivität.
Zeche Zollverein Der Solitär ist Teil des Zechen-Ensembles und fungiert als eine Art Leuchtturm-Bau, trotz (oder wegen) seiner 34 Meter hohen Kubus-Massivität. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Die Kokerei Zollverein war von 1961 bis 1993 aktiv. Sie galt als die modernste Kokerei Europas.
Zeche Zollverein Die Kokerei Zollverein war von 1961 bis 1993 aktiv. Sie galt als die modernste Kokerei Europas. © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Sie ist heute ein Architektur-Welterbe und Industriedenkmal. Gemeinsam mit der Zeche Zollverein wurde die Kokerei 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Zeche Zollverein Sie ist heute ein Architektur-Welterbe und Industriedenkmal. Gemeinsam mit der Zeche Zollverein wurde die Kokerei 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  Die Gestaltung übernahm Fritz Schupp.
Zeche Zollverein Die Gestaltung übernahm Fritz Schupp. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Aufgrund der Stahlkrise in den 1990er Jahren und der damit fallenden Koksnachfrage wurde die Kokerei am 30. Juni 1993 stillgelegt.
Zeche Zollverein Aufgrund der Stahlkrise in den 1990er Jahren und der damit fallenden Koksnachfrage wurde die Kokerei am 30. Juni 1993 stillgelegt. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Nach der Stilllegung übernahm das Land Nordrhein-Westfalen das Gelände von der damaligen Ruhrkohle AG. Die Anlage sollte nach China verkauft werden, doch es kam nicht zum Vertragsabschluss. Die Internationale Bauausstellung Emscher Park sprach sich für den Erhalt der Kokerei aus.
Zeche Zollverein Nach der Stilllegung übernahm das Land Nordrhein-Westfalen das Gelände von der damaligen Ruhrkohle AG. Die Anlage sollte nach China verkauft werden, doch es kam nicht zum Vertragsabschluss. Die Internationale Bauausstellung Emscher Park sprach sich für den Erhalt der Kokerei aus. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Zechenkunst mit Kuh
Zeche Zollverein Zechenkunst mit Kuh © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Das Quartier Nord in Sichtweite des SANAA-Kubus ...
Zeche Zollverein Das Quartier Nord in Sichtweite des SANAA-Kubus ... © Jan Dimog
Zeche Zollverein.  ... wurde im Oktober 2017 eröffnet und wird von der Folkwang Universität genutzt.
Zeche Zollverein ... wurde im Oktober 2017 eröffnet und wird von der Folkwang Universität genutzt. © Hendrik Bohle
Zeche Zollverein.  Der Entwurf stammt von MGF Architekten und Wenzel + Wenzel. Der Neubau ist Teil des 2001 von OMA konzipierten Masterplans mit der Bebauung der Randbereiche des 100 Hektar großen Areals.
Zeche Zollverein Der Entwurf stammt von MGF Architekten und Wenzel + Wenzel. Der Neubau ist Teil des 2001 von OMA konzipierten Masterplans mit der Bebauung der Randbereiche des 100 Hektar großen Areals. © Jan Dimog

"Ohne das Wissen um die Geschichte eines Ortes bleibt Architektur nur an der Oberfläche und kann sich nicht verwurzeln."

Christoph Mäckler, Architekt

Von Jan Dimog Autor, Redakteur und (Foto)Journalist, veröffentlicht am .