Novi Beograd. Entstand ab 1948 an der linken Uferseite der Save.
Novi Beograd Entstand ab 1948 an der linken Uferseite der Save. © Hendrik Bohle

Der Stadtteil Novi Beograd steht exemplarisch für die eigenständige Nachkriegsmoderne des ehemaligen Jugoslawiens: experimentell, differenziert und mit regionalem Bezug. Errichtet wurde die Gebirgslandschaft aus Betontürmen westlich des historischen Belgrader Zentrums ab dem 11. April 1948. Heute hat der Bezirk etwa 400.000 Einwohner.

Museum für Zeitgenössische Kunst. befindet sich in Neu Belgrad gegenüber der Belgrader Festung.
Museum für Zeitgenössische Kunst befindet sich in Neu Belgrad gegenüber der Belgrader Festung. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Es entstand zwischen 1960 und 1965, wurde von den Architekten Ivan Antić und Ivanka Raspopović entworfen und hat eine Gesamtfläche von 5.055 Quadratmetern.
Museum für Zeitgenössische Kunst Es entstand zwischen 1960 und 1965, wurde von den Architekten Ivan Antić und Ivanka Raspopović entworfen und hat eine Gesamtfläche von 5.055 Quadratmetern. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Ein polymorpher Kristall, gefügt aus sechs angefasten Würfeln.
Museum für Zeitgenössische Kunst Ein polymorpher Kristall, gefügt aus sechs angefasten Würfeln. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Die Fassade ist überwiegend mit weißen Marmorplatten verkleidet.
Museum für Zeitgenössische Kunst Die Fassade ist überwiegend mit weißen Marmorplatten verkleidet. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Eine schmale langestreckte Treppenanlage führt zum Haupteingang.
Museum für Zeitgenössische Kunst Eine schmale langestreckte Treppenanlage führt zum Haupteingang. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Verschiedene Geometrien überlagern sich zwei- und dreidimensional.
Museum für Zeitgenössische Kunst Verschiedene Geometrien überlagern sich zwei- und dreidimensional. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Das Museum ist eingebettet in einen Skulpturenpark mit Werken der bedeutendsten jugoslawischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts.
Museum für Zeitgenössische Kunst Das Museum ist eingebettet in einen Skulpturenpark mit Werken der bedeutendsten jugoslawischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Überlagerte Geometrien und Spiegelungen
Museum für Zeitgenössische Kunst Überlagerte Geometrien und Spiegelungen © Hendrik Bohle

Einen architektonischen Höhepunkt bildet das Museum für Zeitgenössische Kunst (Muzej savremene umetnosti Beograd) am Ufer der Save, ganz in der Nähe des Zusammenflusses mit der Donau. Das Haus gilt als der wichtigste Museumsbau des Zweiten Jugoslawiens. Zehn Jahre blieb es wegen Renovierungsarbeiten und zahlreicher Korruptionsskandale für Besucher geschlossen. Im vergangenen Jahr wurde es wiedereröffnet. 8.000 Werke bedeutender Künstler*innen aus dem gesamten Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens zählt die Sammlung des Museums. Beim Gebäude geht es gedreht und verschachtelt zu. Die Architekten Ivan Antić und Ivanka Raspopović kombinierten gekonnt sechs doppelstöckige Würfel. Durch die Abfasungen der Volumina entstand der charakteristische kristalline Eindruck des Bauwerks. Verstärkt wird dieser durch reichlich Glas und eine Verkleidung aus hellem Venčac-Marmor. Der Ausstellungsraum selbst erstreckt sich über viele verschiedene Ebenen und Zwischengeschosse, die kaskadengleich ineinanderfließen. Trennwände gibt es hier nicht. Große Glasflächen eröffnen Panoramen in die Umgebung und lassen viel natürliches Licht in den Saal und die Kabinette. Errichtet wurde das Museum zwischen 1960 und 1965. 1987 wurde es zum Kulturgut ernannt. Seit 2017 sind das Haus und seine Kunst endlich wieder allen zugänglich. Ein echter Gewinn für die serbische Hauptstadt.

Museum für Zeitgenössische Kunst. Der Innenraum zeichnet sich durch seine Funktionalität und Geräumigkeit aus.
Museum für Zeitgenössische Kunst Der Innenraum zeichnet sich durch seine Funktionalität und Geräumigkeit aus. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Ein einzigartiger und klug gestalteter Innenraum, ohne vertikale Trennwände und Flure ...
Museum für Zeitgenössische Kunst Ein einzigartiger und klug gestalteter Innenraum, ohne vertikale Trennwände und Flure ... © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. ... ist in fünf Ausstellungsebenen unterteilt ...
Museum für Zeitgenössische Kunst ... ist in fünf Ausstellungsebenen unterteilt ... © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. ... die durch Treppen miteinander verbunden sind.
Museum für Zeitgenössische Kunst ... die durch Treppen miteinander verbunden sind. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Überlagerte Geometrien auch im Innenraum
Museum für Zeitgenössische Kunst Überlagerte Geometrien auch im Innenraum © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Große Glasflächen eröffnen Panoramen in die Umgebung und lassen viel natürliches Licht in den Saal und die Kabinette.
Museum für Zeitgenössische Kunst Große Glasflächen eröffnen Panoramen in die Umgebung und lassen viel natürliches Licht in den Saal und die Kabinette. © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. Art, Modern and Turbo von Karsten Konrad (2004)
Museum für Zeitgenössische Kunst Art, Modern and Turbo von Karsten Konrad (2004) © Hendrik Bohle
Museum für Zeitgenössische Kunst. 12 x Solzhenitsyn von Đorđije Crnčević (1973)
Museum für Zeitgenössische Kunst 12 x Solzhenitsyn von Đorđije Crnčević (1973) © Hendrik Bohle

Von Hendrik Bohle Architekt, Autor und Stadtforscher, veröffentlicht am .