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"Gegenwart sammeln, um bewahrte Vergangenheit in der Zukunft auszustellen"

so erklärt das Kunstmuseum Bochum den Ansatz des Hauses. Das aus der Villa Marckhoff-Rosenstein (1900) und dem Neubau der dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert bestehende Museum zeigt Kunst des 20. Jahrhundert u. a. von Francis Bacon und Sigmar Polke. Der 1983 fertiggestellte Erweiterungsbau von Bo und Wohlert ermöglichte erstmals auch Wechselausstellungen. Auf einem schmalen Streifen an der Kortumstraße entwarfen die Dänen ein 3.000 Quadratmeter großes Gebäude, das die Anbindung an die Villa ermöglichte und sich zugleich von ihr abhebt. Überdachte Außenterrassen, die Teil des öffentlichen Raums sind, eine Mischung aus großen Fensterfronten und hermetischer Fassadenverkleidung und das Sheddach sind die äußeren Merkmale. Im Inneren verbindet die lange, gewundene Rampe die Ebenen des Hauses und ermöglicht zugleich Perspektiven auf die einzelnen Räume, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wie ein Spiegel der Sammlung mit Malereien, Skulpturen, Graphiken und Zeichnungen sind die Bereiche klein und intim wie im Erdgeschoss, dann wieder öffnet sich das Haus und aus den Ausstellungsflächen werden großzügige Hallen. 


Kunstmuseum Bochum. Entwurf: Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert. Fertigstellung: 1983
Kunstmuseum Bochum Entwurf: Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert. Fertigstellung: 1983 © Jan Dimog
Kunstmuseum Bochum. Das Gebäude steht auf einem schmalen, leicht abschüssigen Grundstück an der Berg- und Kortumstraße in ...
Kunstmuseum Bochum Das Gebäude steht auf einem schmalen, leicht abschüssigen Grundstück an der Berg- und Kortumstraße in ... © Jan Dimog
Kunstmuseum Bochum. ... unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtpark.
Kunstmuseum Bochum ... unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtpark. © Jan Dimog
Kunstmuseum Bochum. Die dänischen Architekten haben Ende der 1950er-Jahre mit dem Louisiana Museum of Modern Art eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser für moderne und zeitgenössische Kunst in ihrer Heimat geschaffen.
Kunstmuseum Bochum Die dänischen Architekten haben Ende der 1950er-Jahre mit dem Louisiana Museum of Modern Art eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser für moderne und zeitgenössische Kunst in ihrer Heimat geschaffen. © Jan Dimog
Kunstmuseum Bochum. Eines der zentralen Elemente ihres Kunstmuseums in Bochum ist die lange, gewundene Rampe.
Kunstmuseum Bochum Eines der zentralen Elemente ihres Kunstmuseums in Bochum ist die lange, gewundene Rampe. © Jan Dimog

Duo and dialogue

Part of the Bochum Art Museum’s identity is the balance between local requirements and national demands. The historicist villa and its modern extension, by the important Danish architects Jørgen Bo and Vilhelm Wohlert, demonstrate this duality.

"Collecting the present to display preserved past into the future." This is how the Kunstmuseum Bochum explains its approach. The museum, which consists of the Villa Marckhoff-Rosenstein (1900) and the new construction by the Danish architects Jørgen Bo and Vilhelm Wohlert, exhibits art from the twentieth century, with works by Francis Bacon and Sigmar Polke, among others. The extension by Bo and Wohlert, which was completed in 1983, now also enables changing exhibitions. On a narrow strip on Kortumstraße, the Danes designed a large building of 3,000 square metres that enables a connection to the Villa and, at the same time, contrasts with it. Its exterior is characterised by covered outdoor terraces that are part of the public space, a mixture of large window fronts and hermetic façade cladding, and its saw-tooth roof. In the interior, long, spiral ramps connect the levels of the building and at the same time enable perspectives on the individual spaces, which could not be more different. Like a mirror onto the collection of paintings, sculptures, graphics, and drawings, the areas start small and intimate on the ground floor; then, the building unfurls, and the exhibition spaces become large halls.

Von Jan Dimog Publizist und Gründer, veröffentlicht am .