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Die Villa der Städtischen Galerie wurde im späten 19. Jahrhundert gebaut und ist Teil der Gesamtanlage des Schlossparks im Herner Stadtteil Baukau. Es ist eines von drei Ausstellungshäusern des Emschertal-Museums Herne und wird seit 1978 für Schauen zur Kunst des 20. Jahrhunderts genutzt. Die Sammlung umfasst Werke des Naturalismus und des Expressionismus von national wichtigen und international bekannten Künstlern. Das Haus besitzt Arbeiten von Pablo Picasso und Marc Chagall. Die regionale Verankerung merkt man an Werken der Künstlergruppe B1, deren Mitglieder sich auf die Industriekultur des Ruhrgebiets berufen. Das Ziegelsteingebäude wurde 1896 im Auftrag der Familie Forell in unmittelbarer Nachbarschaft von Schloss Strünkede und der Schlosskapelle in der von Wasserflächen durchzogenen, idyllischen Parkanlage errichtet. Fachwerk, Wintergarten und der 2017 erneuerte Nordgiebel bestimmen außen das Haus, innen ist die über 100jährige Geschichte spürbar. Für die Kuratierung der heutigen Ausstellungen ist die Villenstruktur sicherlich herausfordernd, zugleich wirken die Ausblicke auf den Schlosspark meditativ-beschaulich und können bei der Interpretation der jeweiligen Kunstwerke hilfreich sein.

Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie. Die Villa wurde 1896 im Auftrag der niederrheinischen Adelsfamilie Forell gebaut und ...
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie Die Villa wurde 1896 im Auftrag der niederrheinischen Adelsfamilie Forell gebaut und ... © Jan Dimog
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie. ... wurde von den Direktoren der Harpener Bergbau AG bewohnt, nachdem die Forells Herne verlassen hatten. Aus jener Zeit stammt der andere Name des Hauses: Villa Hilgenstock. Seit 1978 finden in dem nun als "Städtische Galerie" bekannten Gebäude Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst statt.
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie ... wurde von den Direktoren der Harpener Bergbau AG bewohnt, nachdem die Forells Herne verlassen hatten. Aus jener Zeit stammt der andere Name des Hauses: Villa Hilgenstock. Seit 1978 finden in dem nun als "Städtische Galerie" bekannten Gebäude Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst statt. © Jan Dimog
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie. Es wurde 1986 mit der Schlossanlage Strünkede unter Denkmalschutz gestellt.
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie Es wurde 1986 mit der Schlossanlage Strünkede unter Denkmalschutz gestellt. © Jan Dimog
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie. Ein von Wasser durchzogener, idyllischer Park mit Schloss, Kapelle und der Villa der Städtischen Galerie.
Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie Ein von Wasser durchzogener, idyllischer Park mit Schloss, Kapelle und der Villa der Städtischen Galerie. © Jan Dimog

Idyll with international flair

Here, art is displayed in a nineteenth-century villa of half-timbered construction and brickwork – with views onto the tranquil palace park.

The villa of the Städtische Galerie (Municipal Gallery) was built in the late nineteenth century and is a part of the overall complex of the Schlosspark (palace park) in the neighbourhood of Baukau in Herne. It is one of three exhibition halls of the Emschertal Museum in Herne, and has been used for shows on twentieth-century art since 1978. The collection includes works of naturalism and expressionism from nationally important and internationally renowned artists, with works by Pablo Picasso and Marc Chagall, among others. The regional anchoring is notable, particularly in the works of the B1 Künstlergrüppe, or artist’s group, whose members invoked the industrial culture of the Ruhr area. The museum’s brick building was constructed in 1896, commissioned by the Forell family in the immediate neighbourhood of the palace, Schloss Strünkede, and the palace’s chapel, which is nestled within a park streaked with water features. Half-timber construction, a conservatory, and the north gable, which was restored in 2017, characterise the building from the outside; in the interior, the over 100-year-old history is tangible. For the curation of today’s exhibitions, the structure of the building is certainly challenging; yet the views onto the Schlosspark are meditative and tranquil, and aid with the interpretation of the art.

Von Jan Dimog Publizist und Gründer, veröffentlicht am .