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Das Märkische Museum Witten steht in einem Areal an der vielbefahrenen Husemannstraße zwischen Wittener Stadtpark und Innenstadt. Von der anderen Straßenseite gesehen, wirken die drei Bauten zunächst wie Einzelkörper, für sich stehend und offensichtlich aus verschiedenen Bauepochen: links das Museum von 1911, der Anbau von 1988 in der Mitte und schließlich der Neubau von 2016. Die Geschichte des Museums reicht bis ins 19. Jahrhundert, als 1886 der Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark zu Witten gegründet wurde. Carl Franzen (1861–1947) plante das Gebäude für das Museum, das er als Eisenbetonkonstruktion errichten und dessen Hauptfassade er mit Werkstein aus heimischen Ruhrsandstein verkleiden ließ. Der Architekt und Bauunternehmer hat in Witten und der Umgebung weitere Projekte gestaltet, z. B. das Wittener Rathaus, den Helenenturm sowie Schulen, Kirchen und Werksanlagen. Die Sammlung des Museums umfasst moderne Malerei aus Deutschland (u. a. mit Emil Schumacher, K. O. Götz, Peter Brüning), hinzu kommen expressionistische Werke von Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde. Im Inneren zeigt sich dann wie fließend die Übergänge zwischen den einzelnen Gebäudeteilen sind. Die Wege im Erdgeschoss und Verbindungen im ersten Stockwerk zeugen vom architektonischen Brückenschlag, der hier wie selbstverständlich von 1911 bis ins 21. Jahrhundert reicht.

Märkisches Museum. Dreiteilig: die Sandsteinfassade der Betonkonstruktion des Märkischen Museums Witten von Carl Franzen (li.), der Anbau von 1988 und die neue Bibliothek von Oliver Silge vom Architekturbüro Leistungsphase aus Nordkirchen.
Märkisches Museum Dreiteilig: die Sandsteinfassade der Betonkonstruktion des Märkischen Museums Witten von Carl Franzen (li.), der Anbau von 1988 und die neue Bibliothek von Oliver Silge vom Architekturbüro Leistungsphase aus Nordkirchen. © Hendrik Bohle
Märkisches Museum. Das Museum ist seit 1984 als Baudenkmal in der städtischen Denkmalliste aufgeführt.
Märkisches Museum Das Museum ist seit 1984 als Baudenkmal in der städtischen Denkmalliste aufgeführt. © Jan Dimog
Märkisches Museum. Die Geschichte des Museums reicht bis ins 19. Jahrhundert.
Märkisches Museum Die Geschichte des Museums reicht bis ins 19. Jahrhundert. © Hendrik Bohle
Märkisches Museum. Die Sammlung des Museums umfasst moderne Malerei aus Deutschland, dazu expressionistische Werke von Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde.
Märkisches Museum Die Sammlung des Museums umfasst moderne Malerei aus Deutschland, dazu expressionistische Werke von Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde. © Hendrik Bohle
Märkisches Museum. Die einzelnen Gebäudebereiche sind mit verschiedenen Ebenen und Wegen miteinander verbunden.
Märkisches Museum Die einzelnen Gebäudebereiche sind mit verschiedenen Ebenen und Wegen miteinander verbunden. © Jan Dimog

Ensemble and heritage

The collection of this museum with German expressionist painting can be found in a reinforced concrete building that is over 100 years old. This history links the new library building next door with the present.

The Märkisches Museum (Brandenburg Museum) in Witten stands on busy Husemannstraße, between the city park and the city centre. Seen from the other side of the street, the three buildings at first seem like individual unites, each standing on its own and dating from different eras: at left, the museum from 1991, the addition from 1988 in the middle, and finally, the new library building from 2016. The history of the museum reaches back to the nineteenth century, when the Association for Local and Regional Studies in the county of Mark in Witten was founded in 1886. The architect and contractor Carl Franzen (1861–1947) planned the museum building, which he constructed from reinforced concrete, with a main façade clad with ashlar made of local sandstone from the Ruhr. The museum’s collection includes modern German painting (with works by, among others, Emil Schumacher, K.O. Götz, and Peter Brüning), along with expressionist works by Ernst Ludwig Kirchner and Emil Nolde. In the interior, the passage between the individual building parts appears fluid. The paths on the ground floor and the connections in the first floor bear witness to the architectural bridge-building that here, of course, reaches from 1911 to the present day.

Von Jan Dimog Publizist und Gründer, veröffentlicht am .