Die Ev. Apostel-Johannes-Kirche. wurde 1971 fertiggestellt hat zahlreiche, öffentlich genutzte Räume z. B. für Kinder- und Seniorenkreise. Dies entspricht der sozial-karitativen Intention des Gemeindezentrums. Die Architekten Neumann, Plessow und Grötzebach gelten als Baumeister, deren Bauten sich durch einen sensiblen Bezug zum städtebaulichen Kontext auszeichnen, z. B. der Block 100 in Kreuzberg oder auch das Gemeindezentrum Plötzensee.
Die Ev. Apostel-Johannes-Kirche wurde 1971 fertiggestellt hat zahlreiche, öffentlich genutzte Räume z. B. für Kinder- und Seniorenkreise. Dies entspricht der sozial-karitativen Intention des Gemeindezentrums. Die Architekten Neumann, Plessow und Grötzebach gelten als Baumeister, deren Bauten sich durch einen sensiblen Bezug zum städtebaulichen Kontext auszeichnen, z. B. der Block 100 in Kreuzberg oder auch das Gemeindezentrum Plötzensee. © Jan Dimog

Von 1963 bis 1974 wurde im Nordwesten Berlins geklotzt. Mit dem Märkischen Viertel entstand eine Großwohnsiedlung im Bezirk Reinickendorf, in der fast 40.000 Menschen leben (Stand 2018). Über 30 Architekten aus dem In- und Ausland entwarfen die Gebäude, darunter Werner Düttmann, O. M. Ungers und Ludwig Leo. Inmitten der Hochhäuser und ihren gestaffelten Höhen entstand ab 1970 die Ev. Apostel-Johannes-KIrche von Günter Plessow mit Gerd Neumann und Dietmar Grötzebach. Das denkmalgeschützte Sakralgebäude zählt zu den architektonisch anspruchsvollsten Bauten dieser Art in Berlin. Die dreigeschossige L-förmig angeordnete Anlage hat u. a. eine Bibliothek, einen Gemeindesaal und mehrere Räume für Kinder-, Jugend- und Seniorenkreise. Von außen erinnert der offen gestaltete Komplex wenig an einen traditionellen Kirchenbau. Gerade von der Hofseite wirkt der brutalistische Sichtbetonbau transparent und klar gegliedert – beinah wie ein Mittler zwischen den Hochhausketten auf der einen und den Einfamilienhäusern auf der anderen Seite. Das entspricht dem Leitbild der Kirchengemeinde, in der das generationsübergreifende, offene Miteinander betont wird. 

Von Jan Dimog Publizist und Gründer, veröffentlicht am .