Rathaus
Bauwerk :
Das Rathaus zeigt Weinbrenner als Architekten einer bürgerlichen Stadt, in der Repräsentation und Alltag eng zusammengehören. Der Bau entstand von 1805 bis 1825 und vereinte ursprünglich nicht nur die Verwaltung, sondern auch Spritzenhaus, Fleischbank, Korn- und Mehlhalle sowie Gefängnis im Turm. Damit war das Gebäude kein reiner Solitär, sondern ein verdichteter Funktionsbau am Mittelpunkt der Stadt. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das Äußere wiederaufgebaut, das Innere dagegen modernisiert. Gerade diese Kombination aus klassizistischer Hülle und veränderter innerer Organisation macht das Rathaus heute zu einem guten Beispiel dafür, wie Weinbrenners Stadtbild fortlebt, auch wenn die ursprüngliche Nutzungsschichtung nicht mehr vollständig vorhanden ist.