Stephanienbad
Tour :
Das Stephanienbad ist in dieser Tour die deutlichste Öffnung aus der kompakten Innenstadt heraus. Die Geschichte des Ortes beginnt mit einem Badehaus von 1780; nach einem Brand ließ Andreas Marbe ab 1809 ein von Weinbrenner entworfenes klassizistisches Gesellschaftshaus errichten, das 1811 fertig war. Der Bau enthielt einen großen Tanzsaal und weitere Gesellschaftsräume und wurde 1817 nach Großherzogin Stéphanie benannt. Später veränderte sich die Nutzung mehrfach: vom Gesellschaftshaus zum Mietshaus, von der Badeanstalt zum evangelischen Gotteshaus. Nach Kriegszerstörungen wurde das Gebäude in den 1950er-Jahren wiederhergestellt; 1997 bis 1999 stellte eine Sanierung die ursprüngliche Struktur stärker heraus. Gerade darin liegt der Mehrwert dieser Station. Das Stephanienbad erzählt Weinbrenner nicht als abgeschlossene Vergangenheit, sondern als Teil einer langen Umbaugeschichte, in der Freizeit, Religion und Denkmalpflege aufeinandertreffen.