Ein fotografischer Streifzug durch Shanghais Architekturwelt – Die hohe Stadt

Der zweite Teil: „Shanghighlights“
Von Aynur Schürmann
Das erste was einem Besucher in Shanghai auffällt ist das Häusermeer in dem die ca. 24 Mio. Einwohner arbeiten und leben. Dabei rücken immer wieder die Wolkenkratzer der Superlative unweigerlich ins Blickfeld und prägen das Zentrum der Stadt. Shanghais Gesicht hat sich in den letzten Jahrzehnten – nach der Wirtschaftsreform 1990 begann Shanghais Umstrukturierung – extrem gewandelt und es ändert sich immer noch rasant. Dieser prägenden high-tech und futuristischen Architektur widmet sich der erste Teil unserer Reihe aus Shanghai. Der zweite Teil der Serie wird sich mit den Highlights befassen, die nicht gleich auf den ersten Blick wahrgenommen werden.

Oriental Pearl Radio & TV Tower Shanghai
1994, Shanghai, Pudong, Lujiazui Architekt: Jia Huan Cheng, Shanghai Modern Architektural Design Co. Ltd. Der Oriental Pearl Radio & TV Tower ist durch seine ungewöhnliche Architektur zum Wahrzeichen für Shanghai geworden. Es symbolisiert ein altes chinesisches Sprichwort: Große und kleine Perlen fallen auf eine Platte aus Jade.

Oriental Pearl Radio & TV Tower Shanghai

Oriental Pearl Radio & TV Tower Shanghai

Oriental Pearl Radio & TV Tower Shanghai

Oriental Pearl Radio & TV Tower Shanghai

Oriental Pearl Radio & TV Tower Shanghai

Jin Mao Tower
1999, - Shanghai, Pudong, Lujiazui. Architekt: Adrian Smith SOM. Der Jin Mao Tower bedeutet übersetzt: Üppiges, goldenes Hochhaus. Der Name ist Programm! Auf der Besucherplattform hat man die Möglichkeit in die Mitte des Hotels, der auch gleichzeitig der Flur des Hotels ist, zu sehen. Nicht nur die Höhe beeindruckt, sondern auch der gold-glänzende Flur. Da die Zahl 8 im chinesischen Glück bedeutet, hat der Tower 88 Stockwerke.

Jin Mao Tower
Das Atrium

Shanghai World Financial Center
2008 – Shanghai, Pudong, Lujiazui. Von Kohn Pedersen Fox. Das Shanghai World Financial Center – oder auch "Bottle-Opener" von vielen genannt – ist bekannt für seine trapezartige Aussparung an der Spitze. In der oberen Besucherplattform hat man die Möglichkeit über eine Glasbrücke zu gehen und von dort aus in die Tiefe zu schauen.

Shanghai Tower
2015 – Shanghai, Pudong, Lujiazui. Von Gensler. Der Shanghai Tower ist das zweithöchste Gebäude auf der Welt nach dem Burj Khalifa (Dubai). Der Schwerpunkt der Architektur liegt auf der Nachhaltigkeit. Durch die Konstruktion des Gebäudes wird die Windbelastung reduziert, wodurch Baumaterial eingespart wurde. Das Doppelwandsystem soll Energie sparen und durch den Spalt kann Regenwasser gesammelt werden um es weiter zu verwenden.

Das Treffen der drei Superwolkenkratzer
Jin Mao Towers, Shanghai World Financial Center und der Shanghai Tower

Die drei Superwolkenkratzer
Jin Mao Towers, Shanghai World Financial Center und der Shanghai Tower

Shanghai Skyline

Shanghai Skyline

Agricultural Bank of China and China Construction Bank
2011 – Shanghai, Pudong, Lujiazui. Von Arquitectonica. Die Gebäude sollen Balance, Ordnung und Stabilität wiederspiegeln. Die Materialien mit dem die Tower gebaut wurden sind recyclebar und aus regionaler Herkunft.

Agricultural Bank of China and China Construction Bank

Shanghai Skyline von oben

Shanghai Skyline von oben

Aynur Schürmann
Hat unter anderem gearbeitet für die Medienfabrik Gütersloh GmbH, LR Health&Beauty Systems, ARD Tagesschau. Mit shift Communication-Design hatte sie ihre eigene Agentur.
Aynur Schürmann
Erkundet gerne Ungewöhnliches, am liebsten Design und Architektur. Sie hat MA Communication Design am Central St. Martins College of Art and Design in London studiert. Seit 5 Jahren lebt sie in China, davon 2,5 Jahre in Shanghai.
Shanghai
Der Name der Stadt setzt sich im Chinesischen aus den Zeichen 上 (shàng) im Sinne von "auf", "hoch gelegen", "oberhalb placiert" und 海 (hǎi) = "Meer" zusammen und kann wörtlich mit "hohe [Stadt] am Meer" übersetzt werden. Quelle: Wikipedia