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60 Jahre hatte das Museum seinen Sitz “Am Ostwall” bevor es 2010 im Dortmunder U, einer ehemaligen Brauerei, neu eröffnet wurde. Nach der Schließung der Brauerei wurde es von Gerber Architekten aufwendig saniert. Passend zum Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 wurde es eröffnet. Im Zentrum der Dauerausstellung des MO, das in die vierte und fünfte Etage einzog, stehen Werke der Kunstbewegung Fluxus, expressionistische Malerei und des Informel, der abstrakten Kunst der europäischen Nachkriegszeit und zeitgenössische Sound- und Klangkunst sowie Videoarbeiten. Am besten “erfährt” man den Weg zum MO mit den langen Rolltreppen des Us und seinen schwindelerregend-weiten Blicken. Eine passende Einstimmung auf die unterschiedlich großen White Cubes des Museums, das mit den hohen, weißen Wänden klare Konzentration auf die Kunst fordert. „Museum als Kraftwerk“ lautet das Motto des MO und will damit die Verbindung von Kunst und Leben aufzeigen. Dem alten Haus des MO wurde übrigens neues Leben verpasst. Heute sitzt dort das “Baukunstarchiv NRW”, das von den Dortmunder Spital-Frenking + Schwarz Architekten revitalisiert und modernisiert wurde. 

Dortmunder U. war das erste Hochhaus der Stadt und wurde von Emil Moog entworfen. Fertigstellung: 1927
Dortmunder U war das erste Hochhaus der Stadt und wurde von Emil Moog entworfen. Fertigstellung: 1927 © Jan Dimog
Dortmunder U. Heute ist das ehemalige Brauhaus der Dortmunder Union Brauerei das Zentrum für Kunst und Kreativität, beherbergt das Museum Ostwall und andere Einrichtungen. Hier der Ausblick von der Dachterrasse auf die Innenstadt.
Dortmunder U Heute ist das ehemalige Brauhaus der Dortmunder Union Brauerei das Zentrum für Kunst und Kreativität, beherbergt das Museum Ostwall und andere Einrichtungen. Hier der Ausblick von der Dachterrasse auf die Innenstadt. © Jan Dimog
Dortmunder U. Das Büro Gerber Architekten war für die Sanierung und Umbaumaßnahmen verantwortlich.
Dortmunder U Das Büro Gerber Architekten war für die Sanierung und Umbaumaßnahmen verantwortlich. © Jan Dimog
Museum Ostwall. In der Ebene 4 gibt es Fluxus-Arbeiten der 1960er-Jahre und Malerei des Expressionismus. Auf Ebene 5 führt der Weg zu Werk u. a. von Wolf Vostell, Joseph Beuys und Dieter Roth und zu Arbeiten jüngerer Künstler wie Mark Dion, Adrian Paci und Tobias Zielony.
Museum Ostwall In der Ebene 4 gibt es Fluxus-Arbeiten der 1960er-Jahre und Malerei des Expressionismus. Auf Ebene 5 führt der Weg zu Werk u. a. von Wolf Vostell, Joseph Beuys und Dieter Roth und zu Arbeiten jüngerer Künstler wie Mark Dion, Adrian Paci und Tobias Zielony. © Jan Dimog
Dortmunder U. Die Leuchtskulpturen vor dem U haben Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt gestaltet. Das Werk des Frankfurter Bildhauerduos wurde im Herbst 2018 aufgestellt.
Dortmunder U Die Leuchtskulpturen vor dem U haben Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt gestaltet. Das Werk des Frankfurter Bildhauerduos wurde im Herbst 2018 aufgestellt. © Jan Dimog

Power plant and art tower

The Ostwall Museum, as an energy centre for art and storage space for the past, meshes well as part of the creative hub of Dortmund University. 

The museum was located at the “Ostwall” (East Wall) for sixty years before it reopened in 2010 in Dortmund U, in a former brewery and the city’s first tower. After the brewery closed, it was lavishly restored by Gerber Architekten. It opened as part of the Capital of Culture year, Ruhr.2010. In the centre of the permanent exhibition of the Ostwall Museum, which moved into the fourth and fifth storeys, there are works from the Fluxus art movement, expressionist and informalist paintings, abstract art from the European postwar period, and contemporary sound- and noise art, as well as video works. The best way to “experience” the path to the museum and its dizzyingly wide views is with the long escalators from the ground level. This is a fitting approach to the museum’s white cubes of various sizes, whose high, white walls demand clear concentration on the art. The motto is “Museum as Power Station,” by which it wants to demonstrate the connection between art and life. Incidentally, the museum’s old building was given a new life. Today, having been revitalised and modernised by the Dortmund office of Spital-Frenking + Schwarz Architekten, it houses the “Baukunstarchiv NRW” (the building archives for North Rhine Westphalia).

Von Jan Dimog Publizist und Gründer, veröffentlicht am .