Please scroll down for English version

"Das Haus funktioniert hervorragend und ist ein Glanzstück ..."

… so Daniel Spanke, der Museumsdirektor des Gustav-Lübcke-Museum bis März 2019. Der Kurator führt mit Begeisterung durch das Mehrspartenhaus, das auf über 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche 13.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte präsentiert, darunter die größte Ägyptensammlung des Ruhrgebiets. Die kurvig gestaltete Fassade zur Neuen Bahnhofsstraße ist das auffälligste Merkmal eines Komplexes, der aus mehreren, sich deutlich voneinander unterscheidenden Baukörpern besteht. Das Museum geht auf den Entwurf der beiden dänischen Architekten Jørgen Bo (1919–1999) und Vilhelm Wohlert (1920–2007) zurück, die Ende der 1950er-Jahre mit dem Louisiana Museum of Modern Art eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser für moderne und zeitgenössische Kunst in Dänemark geschaffen haben. Ein zentrales Element im Gustav-Lübcke-Museum ist das Glasatrium, das Orientierung gibt und für Offenheit steht. Die Grenzen zwischen dem Atrium und dem Innenhof wirken fließend. Wie im Kunstmuseum Bochum ist die Rampe ein weiteres Merkmal, das die Besucher lenkt und in die einzelnen Bereiche leitet. Im Gegensatz zu dem zehn Jahre zuvor errichteten Erweiterungsbau in Bochum auf einem engen Baugrund erscheint das Museum in Hamm raumgreifender. Ähnlichkeiten gibt es bei den unterschiedlichen Ebenen und Größen. Dass das Museum in Hamm gut zum Netzwerk der #RuhrKunstMuseen passt, verdankt das Haus den Arbeiten von August Macke, Wilhelm Morgner sowie Werken der Nachkriegskunst bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Mit großen Sonderausstellungen zu Themen aus der Kunst- und Kulturgeschichte hat sich das Haus über Hamm hinaus einen Namen gemacht und erreicht jährlich mehrere zehntausend Menschen.

Gustav-Lübcke-Museum. Der Entwurf für den Komplex wurde von den dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert erstellt. Die Fertigstellung war 1993.
Gustav-Lübcke-Museum Der Entwurf für den Komplex wurde von den dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert erstellt. Die Fertigstellung war 1993. © Jan Dimog
Gustav-Lübcke-Museum. Namensgeber ist der Kunsthändler Gustav Lübcke aus Düsseldorf, der seine Sammlung 1917 an seine Heimatstadt Hamm übergeben hat.
Gustav-Lübcke-Museum Namensgeber ist der Kunsthändler Gustav Lübcke aus Düsseldorf, der seine Sammlung 1917 an seine Heimatstadt Hamm übergeben hat. © Hendrik Bohle
Gustav-Lübcke-Museum. Zur Neuen Bahnhofsstraße hin ist das Gebäude offen und durchlässig gestaltet.
Gustav-Lübcke-Museum Zur Neuen Bahnhofsstraße hin ist das Gebäude offen und durchlässig gestaltet. © Hendrik Bohle
Gustav-Lübcke-Museum. Ein zentrales Element im Gustav-Lübcke-Museum ist das Glasatrium, das Orientierung gibt und für Offenheit steht.
Gustav-Lübcke-Museum Ein zentrales Element im Gustav-Lübcke-Museum ist das Glasatrium, das Orientierung gibt und für Offenheit steht. © Jan Dimog
Gustav-Lübcke-Museum. Eine Rampe verbindet die einzelnen Etagen der Ausstellungsbereiche.
Gustav-Lübcke-Museum Eine Rampe verbindet die einzelnen Etagen der Ausstellungsbereiche. © Jan Dimog

Light and logic

The exhibitions in this multi-disciplinary building range from Hamm’s famous mummies, to August Macke, to Westphalian archaeology. The Danish architects Bo and Wohlert designed the framework for this bandwidth with an architecture between swing and sparkle.

According to the museum director Dr. Daniel Spanke, “The building functions excellently; it is a gem.” The curator and former leader of other art museums in Germany and abroad leads us enthusiastically through the institution that showcases 13,000 years of art- and cultural history over 4,000 square metres, including the largest Egyptian collection in the Ruhr area. The façade onto Neue Bahnhofsstraße, designed on a curve, is the most striking characteristic of a complex that consists of multiple, considerably different buildings. The museum was originally designed by the Danish architects Jørgen Bo (1919–1999) and Vilhelm Wohlert (1920–2007), who created one of the most important exhibition halls for modern art in Denmark at the end of the 1950s: the Louisiana Museum of Modern Art. A central element in the Gustav Lübcke Museum is the glass atrium, which allows the visitor to orient himself or herself, and which stands for openness. The borders between the atrium and the inner courtyard seem fluid. As in their Kunstmuseum Bochum, the ramp is another feature that leads the visitor into individual areas. In contrast to the building in Bochum, which was constructed ten years prior on a narrow plot, the museum in Hamm appears extensive. There are also similarities with the different levels and sizes. There are works by August Macke and Wilhelm Morgner, along with other artworks from the postwar period to today; it is thanks to this collection that the museum in Hamm fits so well into the network of Ruhr art museums (#RuhrKunstMuseen).

Von Jan Dimog Publizist und Gründer, veröffentlicht am .