Antonio Palacios prägte das Madrid des frühen 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer Architekt. Seine monumentalen Bauten verbanden repräsentative Wirkung mit moderner Konstruktion und halfen, die ehemalige Residenzstadt in eine europäische Metropole zu verwandeln.
Stile und Stoffe: Jugendstil / Art déco, Moderne
Länder: Spanien
Ort: Madrid
Antonio Palacios Ramilo wurde 1874 im galicischen O Porriño geboren und kam 1892 zum Architekturstudium nach Madrid. Gemeinsam mit Joaquín Otamendi gewann er früh bedeutende Wettbewerbe und realisierte einige der markantesten öffentlichen und kommerziellen Bauten der Hauptstadt. Dazu gehören der Palacio de Comunicaciones, heute Palacio de Cibeles, das Hospital de Maudes sowie der ehemalige Banco Español del Río de la Plata, heute Sitz des Instituto Cervantes.
1926 wurde der von ihm entworfene Círculo de Bellas Artes eröffnet, ein bis heute zentraler Kulturort Madrids. Palacios kombinierte historische spanische Formen mit Einflüssen des Jugendstils und der frühen Moderne. Hinter den oft monumentalen Fassaden stehen funktionale Grundrisse, moderne Tragwerke und eine genaue Organisation unterschiedlicher Nutzungen.
Auch die junge Madrider Metro trug seine Handschrift: Palacios gestaltete Stationen, Zugänge und technische Gebäude und machte damit selbst Verkehrsinfrastruktur zu einem Teil des Stadtbildes. Viele seiner Bauten sind bis heute in Gebrauch – als Rathaus, Kulturhaus, Verwaltungssitz oder Infrastruktur. Gerade diese Verbindung aus Monumentalität, Alltag und Anpassungsfähigkeit macht sein Werk bis heute relevant.
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