Philip Cortelyou Johnson (Menschen, Büros & Architekt:innen)

Architekt & Architekturkritiker

Philip Johnson prägte Moderne und Postmoderne als Architekt und Kurator und formte mit Henry-Russell Hitchcock den Begriff des Internationalen Stils. Zwischen 1934 und 1940 vertrat er nationalsozialistische und US-faschistische Positionen und äußerte sich antisemitisch.

Stile und Stoffe: Moderne, Postmoderne
Länder: USA
Ort: Cleveland / New Canaan, Connecticut

Von 1932 bis 1934 und erneut von 1946 bis 1954 leitete Johnson die Architekturabteilung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York. Zwischen 1934 und 1940 vertrat Johnson nationalsozialistische und faschistische Positionen und unterstützte entsprechende Bewegungen in den USA. In seiner journalistischen Arbeit äußerte er sich auch antisemitisch. Ab den 1940er-Jahren bemühte er sich, von diesen Überzeugungen und Aktivitäten Abstand zu nehmen. Von 1940 bis 1943 studierte er in Harvard bei Walter Gropius und Marcel Breuer Architektur. 1988 kuratierte Johnson gemeinsam mit dem Architekturtheoretiker Mark Wigley die Ausstellung „Deconstructivist Architecture“ am Museum of Modern Art in New York. Zu seinen bedeutendsten Bauten zählen das "Glass House" in New Canaan (1947–1949), das "Seagram Building" in New York City (1954–1958), das er gemeinsam mit Ludwig Mies van der Rohe entworfen hatte, die "Crystal Cathedral" in Kalifornien (1980) und das "AT&T Headquarters" in New York City (1980–1984). THE LINK stellt seine 1968 eröffnete Kunsthalle Bielefeld vor, seinen einzigen Museumsbau in Europa.

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