Nordic Masterpieces –  Filmische Installation

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Nordic Masterpieces bringt sechs filmische Gebäudeporträts nach Berlin. Die Installation folgt Spuren nordischer Nachkriegsmoderne in Deutschland – über Raum, Material, Licht und Nutzung..

Filmische Installation Filmische Installation

Funktionalismus — Berlin & Brandenburg |  | 

Projekt in Kürze

Format: Filmische Installation

Initiative und Träger: THE LINK aus Berlin

Format: Filmische Installation mit sechs atmosphärisch-künstlerischen Gebäudeporträts. Kamera und Schnitt: frameless, David Laubmeier

Projektzeitraum: Tourstart 2026, Premiere in Berlin vom 5. bis 31. Mai 2026

Leistungen von THE LINK: Konzept, Kuratierung, Installation, Filmproduktion, Texte, Grafik, Bildredaktion und Projektkommunikation

Worum es geht: Nordic Masterpieces verfolgt Bauten von Arne Jacobsen und Otto Weitling in Deutschland als gebaute Gegenwart – im Alltag, im Bestand und in der weiteren Nutzung.

Bild vergrößern ()(Abbildung © THE LINK)

Mit Nordic Masterpieces startet im Mai 2026 in Berlin die erste Station einer filmischen Installation zur nordischen Nachkriegsmoderne in Deutschland. Im Zentrum stehen sechs kurze Filme zu Bauten von Arne Jacobsen und Otto Weitling. Sie sind in und zu sechs Gebäuden entstanden, die bis heute genutzt werden – in Verwaltung, Bildung, Wohnen und Freizeit.

Gezeigt werden die Filme nicht an diesen Orten selbst, sondern als Ausstellung im Raum. Das ist der Ansatz von Nordic Masterpieces: Die Installation bringt einzelne Bauwerke, Beobachtungen und Atmosphären in eine neue Konstellation. So werden Zusammenhänge sichtbar, die im Alltag meist getrennt bleiben.

THE LINK liest diese Architektur nicht nur über Baugeschichte, sondern über ihre Gegenwart. Die Filme arbeiten nah an Raum, Maßstab, Oberfläche, Licht und Nutzung. Bedeutung entsteht aus Bewegtbild, Fotografie, Musik und Rhythmus. Der Blick folgt Architektur durch Stadtraum, Innenraum und Detail.

Die Berliner Premiere bildet den Auftakt. Von hier aus wird Nordic Masterpieces 2026 weitergeführt. Hamburg folgt als zweite Station. Weitere Formate und mögliche nächste Orte werden aus dem Projekt heraus entwickelt. So beginnt die Reihe in Berlin und bleibt zugleich offen für ihre Fortsetzung.

Zur Berliner Präsentation tritt mit Zimmer 606 ein zusätzlicher Fokus hinzu. Der Kubus mit Originalmöbeln aus Zimmer 606 des SAS Royal Hotel in Kopenhagen verschiebt den Maßstab vom Gebäude zum Interieur. Architektur, Möbel, Licht und Oberfläche lassen sich hier als zusammenhängender Entwurf lesen.

Fünf Cubes, mehrere Maßstäbe

Die Berliner Installation zeigt Nordic Masterpieces im offenen Foyer von LIVING BERLIN. Offene Kuben, Monitore, Tafeln und frei hängende Banner gliedern die sechs Filmorte im Raum. Man bewegt sich zwischen Bildern, Texten und Sichtachsen, statt einen abgeschlossenen Ausstellungsraum zu betreten. Gerade dadurch wird die Arbeit im Gehen, im Innehalten und im wiederholten Sehen lesbar.

Die Szenografie bleibt dabei bewusst zurückhaltend. Sie arbeitet mit Konstruktion, Bildflächen, Texten und offenen Übergängen, statt den Raum zu überformen. minimum, NYHUES und Bang & Olufsen sind an der Berliner Station als Partner beteiligt. Im Mittelpunkt bleibt die Installation selbst: ein Raum, in dem Film, Architektur und Interieur eng aufeinander bezogen sind.

Hamburg: Zwei Filmorte, ein anderer Schwerpunkt

Nach der Berliner Premiere zieht Nordic Masterpieces im Juni 2026 nach Hamburg weiter. Die nächste Station entsteht im gärtner Showroom in den Großen Bleichen – im Rahmen des 11. Hamburger Architektursommers. Damit wechselt die Installation nicht nur den Ort, sondern auch den Schwerpunkt.

Hamburg ist für Nordic Masterpieces mehr als die zweite Station der Tour. Mit dem Arne-Jacobsen-Haus in der City Nord und dem Christianeum liegen hier zwei der sechs Filmorte. Die Installation trifft damit auf eine Stadt, in der die Architektur von Arne Jacobsen und Otto Weitling bis heute sichtbar ist und genutzt wird. Genau darin liegt der Hamburger Fokus: Die Filme zeigen diese Bauten nicht als fernes Erbe, sondern als Teil des heutigen Stadtraums.

Auch in Hamburg arbeitet Nordic Masterpieces nicht mit Kommentar oder Interview, sondern mit genauer Beobachtung. Die Filme lesen die Bauten über Raumfolgen, Proportionen, Material, Licht und Nutzung. Gerade an einem Ort wie Hamburg, wo diese Architektur bis heute in Bildung, Arbeit und Alltag präsent ist, wird daraus mehr als ein Rückblick auf die Nachkriegsmoderne.

Zur Vernissage der Hamburger Station kommen Arbeiten von Studierenden der AMD Akademie Mode & Design hinzu. So erweitert sich die Präsentation um einen aktuellen Blick auf Architektur, Innenarchitektur und Design.

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Installationspostkarte für die Premiere in der Tour in Berlin

Nordic Masterpieces

Installationspostkarte für die Premiere in der Tour in Berlin

Bild vergrößern (Nordic Masterpieces)(Abbildung © Hendrik Bohle, THE LINK)
Nordic Masterpieces im LIVING BERLIN: Die Installation nutzt das offene Foyer nicht als Hintergrund, sondern als Teil ihrer Raumordnung.

LIVING BERLIN, Architektur von Nowotny Mähner (1999 fertiggestellt, 2024 überarbeitet)

Nordic Masterpieces im LIVING BERLIN: Die Installation nutzt das offene Foyer nicht als Hintergrund, sondern als Teil ihrer Raumordnung.

Bild vergrößern (LIVING BERLIN, Architektur von Nowotny Mähner (1999 fertiggestellt, 2024 überarbeitet))(Abbildung © Jan Dimog)
Offene Kuben, Banner, Monitore und Mobiliar sowie Teppiche gliedern die Berliner Station von Nordic Masterpieces im Foyer von LIVING BERLIN.

Atrium, LIVING BERLIN

Offene Kuben, Banner, Monitore und Mobiliar sowie Teppiche gliedern die Berliner Station von Nordic Masterpieces im Foyer von LIVING BERLIN.

Bild vergrößern (Atrium, LIVING BERLIN)(Abbildung © Jan Dimog)
Aus der Schräge wird die räumliche Ordnung der Installation sichtbar: offene Kuben, dazwischen Wege, Sichtachsen und frei hängende Banner.

Diagonal

Aus der Schräge wird die räumliche Ordnung der Installation sichtbar: offene Kuben, dazwischen Wege, Sichtachsen und frei hängende Banner.

Bild vergrößern (Diagonal)(Abbildung © Jan Dimog)
Die Aufnahme aus der Höhe zeigt die Berliner Installation als Folge offener Kuben im Foyer im Atrium des LIVING BERLIN. Banner und Sitzbereiche gliedern die fünf Stationen, ohne den Raum vollständig abzuschließen.

Höhe

Die Aufnahme aus der Höhe zeigt die Berliner Installation als Folge offener Kuben im Foyer im Atrium des LIVING BERLIN. Banner und Sitzbereiche gliedern die fünf Stationen, ohne den Raum vollständig abzuschließen.

Bild vergrößern (Höhe)(Abbildung © Jan Dimog)
Die über die Konstruktion gehängten Banner ziehen die einzelnen Bauorte in den Raum und schaffen eine Folge von Durchblicken zwischen Text, Bild und Film.

Durchblick

Die über die Konstruktion gehängten Banner ziehen die einzelnen Bauorte in den Raum und schaffen eine Folge von Durchblicken zwischen Text, Bild und Film.

Bild vergrößern (Durchblick)(Abbildung © Jan Dimog)
Der abgekordelte SAS-Raum zeigt in Berlin Originalmöbel aus Zimmer 606 des legendären SAS Royal Hotel in Kopenhagen. Das Interieur macht sichtbar, wie Arne Jacobsen Architektur, Möblierung und Atmosphäre als zusammenhängenden Entwurf verstand.

Designraum

Der abgekordelte SAS-Raum zeigt in Berlin Originalmöbel aus Zimmer 606 des legendären SAS Royal Hotel in Kopenhagen. Das Interieur macht sichtbar, wie Arne Jacobsen Architektur, Möblierung und Atmosphäre als zusammenhängenden Entwurf verstand.

Bild vergrößern (Designraum)(Abbildung © Jan Dimog)
Das erste Bauprojekt, das Arne Jacobsen in Deutschland realisieren konnte. Es wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957 in Berlin fertiggestellt.

Atriumhaus, Berlin

Das erste Bauprojekt, das Arne Jacobsen in Deutschland realisieren konnte. Es wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957 in Berlin fertiggestellt.

Bild vergrößern (Atriumhaus, Berlin)(Abbildung © Hendrik Bohle)
Das erste gemeinschaftlich von Arne Jacobsen und seinem Büropartner Otto Weitling in Deutschland realisierte Projekt. Es wurde 1966 in den Herrenhäuser Gärten, Hannover fertiggestellt.

Arne-Jacobsen-Foyer

Das erste gemeinschaftlich von Arne Jacobsen und seinem Büropartner Otto Weitling in Deutschland realisierte Projekt. Es wurde 1966 in den Herrenhäuser Gärten, Hannover fertiggestellt.

Bild vergrößern (Arne-Jacobsen-Foyer)(Abbildung © Hendrik Bohle)
Fertigstellung der ehemaligen HEW-Zentrale (danach Vattenfall, heute Arne-Jacobsen-Haus) war 1969 in der Bürostadt City Nord, Hamburg.

Arne-Jacobsen-Haus

Fertigstellung der ehemaligen HEW-Zentrale (danach Vattenfall, heute Arne-Jacobsen-Haus) war 1969 in der Bürostadt City Nord, Hamburg.

Bild vergrößern (Arne-Jacobsen-Haus)(Abbildung © Jan Dimog)
Die Schule wurde 1971 im Hamburger Westen fertiggestellt.

Gymnasium Christianeum

Die Schule wurde 1971 im Hamburger Westen fertiggestellt.

Bild vergrößern (Gymnasium Christianeum)(Abbildung © Hendrik Bohle)
Die Ferienanlage auf der Insel Fehmarn galt zur Fertigstellung 1973 als eines der modernsten ihrer Art an der Ostseeküste.

Seebad Burgtiefe

Die Ferienanlage auf der Insel Fehmarn galt zur Fertigstellung 1973 als eines der modernsten ihrer Art an der Ostseeküste.

Bild vergrößern (Seebad Burgtiefe)(Abbildung © Jan Dimog)
Nach dem Tod von Arne Jacobsen 1971 übernahm Otto Weitling die Fertigstellung sowohl des Rathaus Mainz (1973) als auch des Forum Castrop-Rauxel in NRW. Es wurde 1976 komplettiert.

Forum Castrop-Rauxel

Nach dem Tod von Arne Jacobsen 1971 übernahm Otto Weitling die Fertigstellung sowohl des Rathaus Mainz (1973) als auch des Forum Castrop-Rauxel in NRW. Es wurde 1976 komplettiert.

Bild vergrößern (Forum Castrop-Rauxel)(Abbildung © Jan Dimog)

Nordic Masterpieces: Hamburg-Programm

Laufzeit: 05.06.–10.07.2026

Ort: gärtner Showroom, Große Bleichen 23, 20354 Hamburg

Vernissage: Donnerstag, 04.06.2026, 18:30 Uhr

Anlass: Eröffnung der Hamburger Station von Nordic Masterpieces und Präsentation von Arbeiten von Studierenden der AMD Akademie Mode & Design

Begrüßung:
Wilke Lowin, Geschäftsführer, gärtner Büro und Wohnen

Zur Installation:
Jan Dimog & Hendrik Bohle, Kuratoren der Installation, THE LINK
Prof. Sabine Krumrey, Professorin für Entwurf und Entwurfsmethodik (FB Design), AMD Akademie Mode & Design Hamburg
Daniel Schöning, Architekt und Dozent, SCHÖNING STUDIO

Anmeldung: Bitte bis zum 28. Mai 2026 unter dem Anmeldelink registrieren.

Christianeum (Arne Jacobsen, Otto Weitling) [Hamburg] ; 1971

Partner & Credits Hamburg

Programmpartner: THE LINK, gärtner, Königlich Dänische Botschaft Berlin, AMD Akademie Mode & Design Hamburg

Gefördert von: Sutor-Stiftung

Unterstützt von: GRID, kvadrat, Bang & Olufsen, &Tradition

Medienpartner: german-architects.com

Konzept, Kuratierung, Installation und Filmproduktion: THE LINK GbR, Jan Dimog & Hendrik Bohle

Nordic Masterpieces: Berlin-Programm

Laufzeit: 05.05.–31.05.2026

Ort: LIVING BERLIN, Kantstraße 17, 10623 Berlin

Öffnungszeiten: Mo–Sa, 11–19 Uhr

Nächste Station: Hamburg, Juni/Juli 2026 (im Rahmen des Hamburger Architektur Sommer)

Weitere Stationen: in Vorbereitung

05.05.2026, 18–20 Uhr
Vernissage und Eröffnung der filmischen Installation mit Mathias Irminger Sonne, Leiter Kommunikation, Kultur und Public Diplomacy, Königlich Dänische Botschaft Berlin, und den Kuratoren Jan Dimog und Hendrik Bohle

22.05.2026, 17–19 Uhr
Bubbles & Beats. Stephanie Salziger im Gespräch mit dem Kuratorenteam von THE LINK und Caroline Nagel, Associate und Design Director, Cobe, Kopenhagen

Atriumhäuser (Arne Jacobsen) [Berlin-Tiergarten] ; 1957–1958

Pressemappe

Pressemitteilung und Karten zur Ausstellung:
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Special Zimmer 606

Das SAS Royal Hotel in Kopenhagen wurde 1960 eröffnet und gilt als früher Meilenstein des Hotel-Designs. Arne Jacobsen entwarf hier Hochhaus, Lobby, Zimmer, Möbel, Leuchten und viele Details als zusammenhängendes Ganzes. Zimmer 606 zeigt diesen Ansatz im Maßstab 1:1: Architektur, Möbel, Licht und Materialien sind als Einheit gedacht.

Partner & Credits Berlin

Konzept, Kuratierung, Installation und Filmproduktion: THE LINK, Jan Dimog, Hendrik Bohle

Filmische Umsetzung, Kamera und Schnitt: frameless, David Laubmeier

Programmpartner: LIVING BERLIN, Königlich Dänische Botschaft Berlin

Mit freundlicher Unterstützung von: minimum, BANG & OLUFSEN, NYHUES, german-architects.com

 

Karte mit den Bauwerk(en)

Interaktive Karte mit Bauwerke(n):

Atriumhäuser (Arne Jacobsen [Berlin-Tiergarten] ; 1957–1958) | Christianeum (Arne Jacobsen, Otto Weitling [Hamburg] ; 1971) | HEW-Zentrale (Arne Jacobsen, Otto Weitling [Hamburg] ; 1969) |