Arne-Jacobsen-Foyer
Bauwerk :
In den Herrenhäuser Gärten entwarfen Arne Jacobsen und Otto Weitling ab 1963 eine moderne Ergänzung für ein Ensemble mit Bruchstellen und Lücken. Für sie war klar: Die Aufgaben der Gegenwart brauchen keine historisierende Hülle. Das große Gesamtprojekt wurde nicht gebaut – realisiert wurde 1966 das Foyer als neuer Zugang zum Galeriegebäude und als Schwelle zwischen Garten und Innenraum. Der Bau ist lang gestreckt, zweigeschossig und in Ebenen gestaffelt. Plattformen und Brücken führen durch den Raum; Tageslicht erreicht fast jeden Bereich. Die Glasflächen wirken nahezu rahmenlos, die Ecken bleiben transparent. So entsteht ein Ort für Ankommen, Warten, Durchgehen – und für Veranstaltungen. Seit der Sanierung 2017 zeigt das Foyer, wie sich Nachkriegsmoderne im Bestand weiter nutzen lässt: mit erneuerter Technik, verbesserter Klimabilanz und respektiertem Materialbild. 2026 feiert das Glashaus sein 60-jähriges Jubiläum.
»„... eine gläserne Hülle, die allseitig den Garten durchscheinen lässt, ein fast barockes Spiel mit modernen Mitteln.“ «
Rudolf Christfreund (1966), Bauwelt