Seebad Burgtiefe

Bauwerk :

Arne Jacobsen und Otto Weitling entwarfen Burgtiefe als Seebad der Nachkriegsmoderne: mit Kurplateau, Schwimmhalle, Ferienhäusern und Apartmenthäusern an der Ostsee.. Arne Jacobsen, Otto Weitling

Seebad Burgtiefe Seebad Burgtiefe

Nachkriegsmoderne — Deutschland | 

Komposition für die Küste: In den 1960er-Jahren setzte an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins ein Tourismusboom ein. Auf Fehmarn entwarfen Arne Jacobsen und Otto Weitling dafür ein weitläufiges Seebad als zusammenhängendes Ensemble (1968–1973). Im Zentrum stand ein Kurplateau mit drei Bausteinen: Haus des Gastes, Meerwasserwellenbad und Kurmittelhaus. Das Kurmittelhaus wurde 2008 abgerissen; das Haus des Gastes ist sanierungsbedürftig und bis heute von Umbauten und Leerstellen geprägt. Der stärkste Raum liegt im Meerwasserwellenbad: Glasflächen öffnen den Blick, das Dach steigt zur Strandseite an und spannt die Schwimmhalle wie einen Rahmen um Düne, Meer und Himmel. Westlich davon ordnen sich Ferienhäuser und Apartmenthäuser in Wellenform und gestaffelten Höhen. Geplante Maßstäbe verschoben sich früh – am deutlichsten bei den später stark erhöhten Hochhäusern. Seit 2014/2017 wird das Areal als Sanierungs- und Denkmalthema neu verhandelt: Nutzung, Erhalt und Umbau stehen hier sichtbar nebeneinander.

»…Zonen, die sich der Landschaft anpassen und freie Ausblicke ermöglichen.«

Arne Jacobsen, 1967

Karte des Ortes mit Bauwerk